Band 
Zweiter Band.
Seite
173
JPEG-Download
 

173

Von den Kreuzgewölben.

Durchbrechung voraus, die einen mehr oder weniger offenen Winkeleinschließen, und der zwischen ihnen enthaltene Raum ist durch einendritten Gcwölbethcil ausgefüllt, der än die beiden andern anstößt.

Da diese einzelnen Gewölbe verschiedene Durchmesser haben, sohat man den kleinsten für den Grundbogen genommen, der ein Halb-kreis .480, Fig. 2, ist; die andern Bogen sind durch Ordinate» diesesHalbkreises construirte Ellipsen.

Um die Projektion der Fugen zu erhalten, welche die Reihen derGcwölbsteine anzeigen, fangt man, wie bei einem gewöhnlichen Ge-wölbe, damit an, von dem in Gewölbstcine getheilten Grundbogen-V8V, Fig. 2, Parallcllinien mit der Achse 80 bis zu den Durch-schnitten 1, 2, 3 und 4 mit der Diagonallinie OK für ein Vicrtheildes Gewölbes zu ziehen; die andern drei Viertheile sind, der Regel-mäßigkeit der Figur wegen, jenem gleich. Durch diese Punkte werdenandere Parallcttim'cn mit der Achse OU gezogen, um den Bogen lkltk,Fig. .3, des großen Gewölbes zu erhalten. Nachdem man hierauf dieLage der doppelten Grate k?, KIV, deren Projektionen gerade Liniensind, bestimmt hat, zieht man durch die Punkte o'^, k*k>, undIr'I,', worin diese Linien von den Linien geschnitten werden, welchedie Richtung der ersten Gcwölbsteine angeben, andere Linien, so zei-gen diese die Fugen des Gewölbethcils an, welcher die doppeltenGrate bildet.

Dieses Beispiel giebt uns eine neue Gelegenheit, den Grundsatzanzuwenden, nach welchem man, bei der Formation aller Arten vonGewölben, Rücksicht aus die Art der Fläche zu nehmen hat, welche siedarstellen sollen. Da die Flächen der Tonnengewölbe oder von Thei-len derselben, gleich denen der Cylinder, welchen sie entsprechen, ineiner Richtung gerad und in der andern krumm sind, so muß ihrSteinschnitt dergestalt angeordnet werden, daß die Lagcrfugcn, welchedie Reihen der Gcwölbsteine ausdrücken, die Richtung einer geradenLinie haben, und daß die senkrechten Fugen, welche die Reihen theilen,der Richtung einer krummen Linie folgen.

Demnach liegen in dem fraglichen Niertheil des Gewölbes dieLagerfugen der Gcwölbsteine für jeden Tonnengewölbrheil in geradenmit der Achse dieses Theils parallelen Richtungen; in der Horizontal-projcction, Fig. 1, sind sie für jede Reihe von Gewölbstcinen durchdrei gerade Linien l,', l>-, li' und ll'; Z? und t', t*, f-

und k'; e-, und e' ausgedrückt, welche einerseits dem halben