Band 
Dritter Band.
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Zweites Kapitel.

Von dk„ pqramidrnlärmigen Dächern und von den Dachkehle».

Erster Artikel. Vom Walmdache über einer regelmäßigen

Gru ndfläche.

Nlenn die beiden Enden eines Daches, statt der Giebeln, ebenfallsabhängige Flächen haben, welche mit denen der anderen Seiten zu-sammenstoßen , so entsteht hieraus eine pyramidalische Figur. Ist dieGrundfläche ein Quadrat, oder ein gleichseitiges Polygon, so ist diesePyramide mit eben so vielen Dreiecken begrenzt, als die GrundflächeSeiten ha>t- Dieser Dachform giebt man den Namen Walmdach,Zeltdach (ks'illnn).

Die dreieckigen Dachflächen bilden, wo sie aneinder stoßen, Kan-ten, welche man durch Gradsparren (srsitrier«) unterstützt, undan welche gewöhnlich die Sparren der beiden anliegenden Dachflächenangeschiftct werden.

Die dreieckigen Flächen zwischen zweien Gradsparren, Walme(«raupe «) genannt, sind in ihrer Mitte durch Dachbinder — oderbei gewöhnlichen Dächern durch halbe Dachbinder — getheilt, undhaben Sparren von verschiedener Länge; der in der Mitte befindlicheSparren, welcher am längsten ist, wird mit dem Namen Bund-sparren, Mittclsparren bezeichnet.

Die übrigen Sparren, Schiftsparrcn, Schifter (empnnon«)genannt, sind oben mit den Gradsparren verbunden und unten stehensie aus derselben Schwelle wie der Mittelsparren ').

B-i besseren Dachconstruktioncn, wie sie in Deutschland üblich sind,stellt man die Sparren meistens auf vortretende Balken. Anmerk. d. lieb.