Anleitung
zur
A u n s t ^ u l« n u c n.
Fünftes Buch.
L i in m e r a r b c i 1.
Es sist, wie wir bereits in der Einleitung zu diesem Werke gesagthaben, wahrscheinlich, daß die Art und Weise, in welcher die Men-schen, als sie ansingen, sich in Gesellschaften zu vereinigen, ihreWohnungen errichteten, nach dem Klima und den örtlichen Hülfs-mitteln, die ihnen zu Gebote standen, verschieden war. So gebrauch-ten die in der Nähe der Wälder sich niedergelassenen Familien hierzuBaumstämme und Zweige; diejenigen, welche sich in Gebirgen fest-setzten, flüchteten anfangs in natürliche Höhlen, die sie später mitmühsamer Arbeit nachzuahmen verstanden. Die Erfahrung lehrte siebald, ihre Wohnungen aus denselben Stoffen zu bilden, welche dievon ihnen vorgenommenen Aushöhlungen an den Seiten der Bergelieferten. Zuletzt entschieden gesunde Lage, Fruchtbarkeit oder Schön,heit allein über die Wahl der Orte im Interesse der Gesellschaft.
Ohne Zweifel waren die ersten Versuche sehr roh und manchesJahrhundert verfloß, ehe die Fortschritte der Civilisation die Kunstleiten konnten, die Materialien zu formen und alle Theile eines Ge-bäudes in dem Grade der Vollkommenheit, dessen sie fähig waren,schicklich anzuordnen.
Rondelet's Kunst zu bauen. m. Th. *
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