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Von den Fachwändcn und Gebälken.
Die kleinen Pfosten iV und » unter oder über eiuer Fensteröff-nung oder über einer Thüröffnung nennt man Stelzen (pololet«).
Wenn es die Anordnung erfordert, einen oder mehrere Fenster-pfeiler über einander in der Höhe eines Gebäudes, auf eine im unte-ren Stockwerke angebrachte große Oeffnung zu setzen, so ist es un-umgänglich nöthig, besonders wenn die Fachwand Gebälke trägt, demBrust- oder Querbalken durch ein System von Strcbcbändcrn, wiedie Buchstaben k, s in der Figur l anzeigen, zu Hülfe zu kommen.Um dieser Verstärkung die größtmögliche Kraft zu geben, wird «Sgut seyn, statt daß nach der gewöhnlichen Weise die Strebebänder unmit-telbar bis an die Fensterbank t gehen, dieselben gegen ein quer dar-unter gelegtes Holz A streben zu lassen.
Die kleinen Vierecke <r, o zwischen der Fette und der Schwelledes folgenden oberen Stockwerks zeigen die Enden der Deckenbalkenan; ebenso verhält es sich mit denjenigen, welche in den Figuren 2und 3 in gleicher Weise bezeichnet sind. In der Figur 4 sind die Balkenin der Fayade nicht sichtbar, weil sie auf den Scheidewänden liegen.
Alle Holzftücke einer Fachwand müssen durch Zapfen mit einanderverbunden werden, die mit Gewalt einzutreiben und mit hölzernenNägeln zu befestigen sind. An den Strebebändern und anderen ge-neigten Holzstücken schneidet man das Ende deS Zapfens und seinerBrüstungen an der Seite des spitzen Winkels dergestalt ab, daß derZapfen im rechten Winkel in das betreffende Holzstück eindringt, wieman es in der Figur 5 angegeben sieht In dieser Gestalt nennt manihn einen abgestirnten Zapfen (tenon en sdont).
Der schief abgeschnittene Theil der Zwischenpfosten verbindet sichmit den Strebcbändern durch dreieckige Zapfen, deren Ende winkelrechtabgeschnitten ist, wie Figur ü darstellt. Es ist zur Verbindung die-ser Stücke vorzuziehen, von den in der Figur 7 angedeuteten abge-stirnten Zapfen Gebrauch zu machen, weil sie die Strebebänder weni-ger schwächen. Man begnügt sich zuweilen, die Zwischenpfosten schiefabzuschneiden, und sie gegen die Strebeba'ndcr mit starken Nägeln zubefestigen ').
t) Es ist räthlich, das Einseyen der Zwischenpfosten zu beaufsichtigen,weil die Zimmerleure die Gewohnheit haben, nur die Abfalle auf den Werk-plagen und die schlechtesten Holzstücke dazu zu verwenden, welche sie sich sobezahlen lassen, als wen» sie von guter Beschaffenheit und'gehörig verbünde»wären.