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Zimmerarbeit; 2. Abth. 1. Kap.
It, einem Gebälke kommen mehrere Arten von Balken vor:Hauptbalken, Wechsel, Stichbalken, Gradstichbalken, Fußbodenlager rc.
Die Balken 6, (I Figur 1, 2, 3, 4 der Tafel l-XXXV ruhenin den Mauern, in welche sie 8 bis 9 Zoll eingelassen werden.Sie sind nicht nur zum Tragen der Seitenwände der Rauchroh-ren und des Rauchmantels mittelst schwach gewölbter Eisenschienenbestimmt, sondern sie dienen auch zur Verbindung der Wechsel undStichbalken. Sie müssen einen Zoll mehr Breite und Höhe bekommen,als gewöhnliche Balken.
Da diese Balken die mit ihnen verbundenen Wechsel tragen, beidenen eine Tragweite von 5 bis 6 Fuß angenommen wird, oder dieauch mit sehr langen Zwischenbalken belastet sind, so ist es räthlich,die Verbindung des Wechsels, d. i. jeden seiner Zapfen durch eineneisernen Bügel zu verstärken, welcher ihn unten umfaßt und obenaus dem Balken angenagelt wird. Uebrigens kommt dieses fast nurbei durchgehenden Rauchrohren vor, denn wenn die Wechsel längsder Mauer liegen, so kann man die Bügel entbehren und es ist inder Regel hinreichend, jene von unten durch einige Trageisen zu unter-stützen, welche man in der Mauer befestiget und um ihre ganze Dickeeinläßt. Einige legen jedoch, um die allzu große Länge der Wechselzu vermeiden, zwei Balken nebeneinander, so daß, da in jedem derselbennur Eine Verbindung Statt findet, das Gebälk eine größere Stärkeerhält.
Die Wechsel 8, 8 werden vor den Kaminen ^ mit denBalken verbunden und nehmen die Stichbalken 08 auf. DieWechsel AI gehen in die Balken 6 und zuweilen ruhen sie mit
einem Ende auf einer vollen Mauer; auch sind sie bestimmt, dieZwischenbalken 0 aufzunehmen, und werden theils längs durchgehenderKaminröhren, theils längs der Mauern angebracht, um die Befestigungder Balkenköpfe in der Mauer zu vermeiden, was dieselbe theilenund schwächen und ihrem Verbände schaden würde.
Die Mauerlattcn ( Ismdauräe«) I, Figur 2 sind an ihrenEnden in den Mauern befestiget, tragen die Balken und werden untenin gewissen Entfernungen durch völlig eingelassene Trageisen unter-stützt. Zur größeren Festigkeit sollten sie in der halben Breite in dieMauer gelegt werden, wie die Figuren 5 und «i andeuten.
Die Decken, in welchen die Balken auf Mauerlatten liegen odermit denselben verbunden sind, haben hinsichtlich der Dauerhaftigkeit