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Dritter Band.
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Von den Dächern mit ebenen Flächen. 137

Spannbalken ist in der Länge aus drei Stücken mittelst Hakenkämmenzusammengesetzt.

Jede Strebe trägt 12 Dachfcttcn, auf welchen starke Sparrenliegen. Diese sind nur 0 bis 10 Zoll von einander entfernt, undtragen eine schwere Bedeckung von Ziegeln. Jede Strebe besteht auszwei Stücken, die ebenfalls durch einen Hakenkamm verbunden sind.

Inwendig ist der Dachstuhl durch ein Hängwerk verstärkt, beste-hend aus einem zweiten Spannbalken und zweien Streben, mit zweiHängesäulen verbunden. Letztere mit der mittleren Hängesäule dienenbesonders dazu, der Tragkraft der Spannbalkcn durch Hängeisen zuHülfe zu kommen. Diese Anordnung bringt einen sehr festen Dach-stuhl hervor, welcher fähig ist, außer der Bedachung, auch die Ma-schinerie des Theaters und das Gewicht der Decken und Plafonds,die daran gehängt werden, zu tragen.

Die Figur 2 stellt einen Dachstuhl von dem vormaligen Dachedes x deons welcher dem des Argentinischen Theaters nachgeahmtworde" ist. Im Lichten ist er 73 Fuß breit. Die Streben sind untereinem Winkel von 34^ geneigt, welches verursacht, daß die Hängeisen,welche die Spannbalken tragen, viel länger sind. Dieser Dachstuhl istschwächer, als der von dem Argentinischen Theater, allein er trägtauch eine leichtere Bedeckung und besteht aus Eichenholz, währendjener aus Tannenholz gefertigt worden ist. Die Combination diesesDachstuhls läßt wenig zu wünschen übrig; doch glaube ich, daß esbesser seyn würde, die mittlere Hängesäule mit zwei Strcbcbändern zuverbinden, und statt der zwei übrigen Hängesäulen und der dazu gehö-rigen Hängeisen, vertikale Zangen zu substituircn, wie in der Fig. 3zu ersehen ist. Diese Zangen, welche gleichmäßig als Zugbänder undStrebebändcr wirken, würden die Holzstücke fester und dauerhafterzusammen halten. Da dieselben ferner die Tragweite des Spann-balkens wenigstens auf die Hälfte beschränken, so könnte man dasHängeisen an der mittleren Hängesäule weglassen.

Wir haben auf der Tafel 6X1 zwei Dachstühle von Opcrnsälcnzusammengestellt, welche wegen der Maschinerie für das Aufziehen undNiederlassen der Dekorationen mehr Stärke erfordern. Figur 1 ist dieHälfte eines Dachstuhls von dem alten Operntheater zu Paris .

Wenn man die Lage der Zangen 8 und 0, welche den zweitenund dritten Spannbalkcn bilden, als gegeben ansieht, so findet man,daß der dritte Spannbalkcn 6, welcher die Streben zusammcnhält, die