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Zimmerarbeit; 2. Abth. 4. Kap.
Dachstühlen dergestalt versehen, daß die Dachfettcn, die Sparren undandere Curven, welche die äußere Rundung bilden, ihre Unterstützungerhielten.
Bon den Bohlendächern.
Der geschickte Architekt Philibert de Lorme gab 1561 ein Werküber diese Art Dachconstruction heraus, als deren Erfinder er sichangab. Indessen eristiren Construktionen dieser Art, welche viel ältersind, als dieser Architekt'), wie die Kuppeln der Markus-Kirche zuVenedig und mehrcr anderer in dieser Stadt, worunter die derKirche Santa Maria della Salute auch eine besondere Aufmerksamkeitverdient.
Kuppel der Markus-Kirche zu Venedig .
Die Figur I der Tafel 6XVII stellt den Durchschnitt von einerder Kuppeln dieses Gebäudes dar, welche sich nur durch ihren Durchsmcsser von einander unterscheiden. Dieser Durchschnitt zeigt die Zim-merarbeit des äußeren Doms und das Halbkugelgewvlbe darunter,welches von Backsteinen ist.
Die Form dieser Dome ist höher als der Halbkreis, um ihnenvon Außen ein größeres Ansehen zu geben. Der untere gerade undcylindersörmige Theil ist aus aufrechten ungefähr 2 Fuß von Mittezu Mitte entfernten, Pfosten gebildet, welche unten in einem aus ver-doppelten Holzstücken zusammengesetzten Kranze und oben in einemkleineren ähnlichen Kranze verbunden sind.
Der obere halbkugelförmige Theil ist aus Curven von starkenDoppcldielen zusammengesetzt, welche die Sparren bilden. Sie stehenunten eben so weit aus einander, wie die unteren Pfosten und sindin ihrer Höhe durch 4 Reihen Querriegel verbunden, in welche sieeingeschnitten sind. Das Aeußere ist mit Brettern verschalt und mirBleiplatten gedeckt, deren Ränder sich überdecken, um die Räthe zuvermeiden.
>1 Scrlio, ein Zeitgenosse von Philiberr de Lorme, erzablt im 4>. .^a.pircl des 7. Bucbs seiner Architektur, das;, als er vvu Franz I. beauftragtworden, a» dem Palaste dc » TournelleS einige Verbesserungen vorzunehmen,er daselbst Gewölbe von gekrümmten Brettern, mir einem sehr harken GypoÜberzüge bedeekt, gesunden bade, welche alter als 700 Iabre gewesen seyen.