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Zimmerarbeit; 3. Abth. 2. Kcp.
man anerkannt, daß bei Bogen über 71) Fuß ^cffnunq die von,Boden aus aufgestellten Gerüstbogen jedesmal, no es thunlich ist,vorgezogen werden müssen, und daß innerhalb diiser Grenze Gerüst-bogen mit zwei oder drei Streben auch die größten Vortheile darbietenwürden ').
Man kann fast alles dasjenige, was wir Seit! 49 dieses Buches,wie auch in dem 4. Kapitel der vorhergehenden Abheilung, in Bezie-hung auf krumme Dächer gesagt haben, auf die Bogmgerüste anwenden.
Die ihre converen Flächen bildenden Curven nerden parallel auf-gestellt, wenn es sich von cplindrischen oder konischen Flächen handeltund was die sphärischen oder sphäroidischen Flächen, wie die der Dome,anbelangt, so müssen die Curven nach dem Mittelpunkte der krummenLinie des Grundrisses gerichtet seyn.
Die Bogengerüste haben viele Ähnlichkeit mit den Dächern,deren Fläche im Aufriß gekrümmt ist, weil in beiden die Holzverbin-dungcn, welche sie verstärken, sich unterhalb befinden. So können alsodie in den Figuren 1, 2, 3, 4 der Tafel I.XXXIlI dargestellten Dach-binder ebenfalls zu Bogengerüsten dienen, wenn man sie im Verhält-niß der Größe der Gewölbe, die sie unterstützen sollen, und ihrerConstruktionsweise, d. h. je nachdem sie aus Backsteinen, Bruchsteinenoder Hausteinen verfertiget werden sollen, verstärkt.
Bogengerüste von Tischlerarbeit.
Man macht fast nur bei Gewölben aus Hausteinen, deren be-deutendes Gewicht sehr starke Bogengerüste erfordert, letztere von Zim-
selde bestand aus einem horizontalen Fußboden, der höher lag als der Scbri-tel des Gewölbes, und auf Gestellen getragen wurde, welche man fortrückte,so wie es die Maurerarbeit erforderte. Auf diesem Fußboden standen doppelteHebezeuge, unter welche die Wagen die Steine brachte», die dann i» dieHöhe gehoben und durch eine in dem Fußboden angebracble Ocffnung a» diebetreffende Stelle beruntergelaffen wurden. Auf diese Weise geschahdie Arbeit mir solcher Leichtigkeit, daß man in Tagen einenBrückenbogen einrüsten, construiren und das Gerüst wieder ab-schlagen konnte. (Auszug aus dem 1>»ite üe I- Lonstructioii lies Poolspsr I^iv>c lV, IV.)
t) Dieses ist die Ansicht, womit sich die Mehrheit der Stimmen indemLooscil Ues pontz et oloiussee» bei der Prüfung des Projekts zu der Brückevon Jena vereinigte; eine Ansicbl, für die wir uns gleichfalls in unserembkcinuire lürtori<zoe rur le Dome il» ?ontl>eon kran^ois, v» nouvelle kgliseäe 8t. Oeoevieve, welches 1706 erschien, ansgesprochcn hatten.