Anordnung der Bekleidungen und der Treppen rc. 2ZZ
zieht man sie zuweilen den Tannen vor, besonders die Schwarzpappel,weil, da ihre Poren geschlossener sind, sie sich überhaupt netter undsolider verarbeiten lassen.
In Betreff des Kastanien-, Nußbaum-, Ulmen- und anderenHolzes, welches überhaupt die zum Gebrauche bei Tischlerarbeiten er-forderlichen Eigenschaften besitzt, dessen Anwendung aber ziemlich seltenbei dem Bauwesen ist, finden wir zu dem, was hierüber in dem Ab-schnitt: Kenntniß der Baumaterialien, gesagt worden ist, nichts weiterzuzusetzen.
Vorschrift zur Auswahl der zu verarbeitenden Hölzer.
Das zu Tischlerarbeiten anzuwendende Holz muß vollkommengesund, seit 5, 1v und sogar 15 Jahren, nach Verhältniß seinerHärte und der erforderlichen Vollkommenheit der Arbeit, auf demlebenden Stamm gefällt worden, und in geraden Fasern geschnittenseyn; es darf keinen Splint, keine schädlichen Acste, Knorren, keineEisklüfte, Wurmlöcher und nirgends faule Stellen haben, auch nichtkernschälig seyn.
Die auf dem Stamme abgestorbenen Bäume können nur schlech-tes Holz geben, indem durch das Eintrocknen der Feuchtigkeit unddas Zurückziehen des Saftes zu viel leerer Raum zwischen den Porenbleibt, wodurch es schwach und zum Aufspringen, Zersplittern, Bre-chen und zur schnellen Fäulniß geneigt wird. Zu frisch gefälltes Holzverarbeitet trocknet zu schnell ein, was seine Substanz den Veränderungender Temperatur zu sehr unterwirft und eine beständige Bewegung inden gefertigten Tischlerarbeiten verursacht.
Der Splint, die Schaalkanten, schädlichen Aeste, Eisklüfte,Wurmlöcher und die Fäulniß sind leicht genug zu erkennen, als daßes nöthig wäre, die Aufmerksamkeit auf diese Fehler zu lenken. An-ders verhält es sich aber mit den übrigen Fehlern und man kann nichtgenug Sorge tragen, sie zu entdecken und sie zu vermeiden. ^So müs-sen die Splintschwächen, welches Arten von dicken, rothen oder weißenAdern, welcher als das übrige Holz, sind und gewöhnlich schnell fau-len, gänzlich weggeschnitten werden. Die Kernschäligkeit ist ein Man-gel an Verbindung zwischen der Holzlage eines Jahres und der desvorhergehenden, d. h. zwischen den Jahresringen, so daß das Holzsich von selbst trennt; man begreift, wie wichtig es ist, die Hölzer,welche diesen Fehler haben, auszuschicßen.