Von den Lambricn und Bretterwänden. 2Z7
nur eine äußere Seite und 2 bis 3 Fuß Länge, so muß man sie auchauf der Rückseite abhobeln, wenigstens in der Mitte jedes Bretts, da-mit sie gleichmäßig Luft haben, wodurch ihr Werfen verhindert wird-Man bringt auch auf der Rückseite einen oder mehrere Stäbe an,die man Schwanzstäbe (bsrres L gueue) nennt, Figur 22 derTafel OXXXI, welche schwalbenschwanzförmig in die Füllung, sovielvon deren Dicke, außer der Feder, noch übrig bleibt, eingelassen werdenDieses Mittel, obgleich in mancher Rücksicht gut, hat dennochmehrere Nachtheile, denn wenn dieser Stab an dem einen Endebreiter als an dem anderen ist, so werden die Bretter verhindert,sich in ihrer Mitte gleichmäßig einzuziehen, was sie thun würden,wenn sie nicht durch die Ungleichheit der Breite des Schwanzstabsdavon abgehalten würden. Man würde diesem Nachtheil begegnen,wenn man die Stäbe von einem Ende zum anderen gleich macht, umsie in die Füllung genau einzulassen, ohne sie zu zwängen; es möchtesogar gut seyn, sie mit Seife zu reiben, damit die Bretter leichterhin und her gehen können.
Es giebt noch eine andere Art, die Füllungen zu halten (beson-ders wenn sie nicht dick genug sind, um einen hinlänglichen Einschnittfür den Schwanzstab anzubringen). Dasselbe besteht darin, daß maneinen Stab aufschraubt, so jedoch, daß in diesen Stab, an der Stelleder Schrauben, ein Einschnitt von 12 bis 15 Linien Länge und so breitals der Hals der Schraube, gemacht wird, welches der FüllungSpielraum gewährt, ihre Bewegung zu machen. Diese Vorsicht istsehr nöthig; denn wenn jener Einschnitt nicht da wäre, so würden dieSchrauben, die alsdann in dem Stäbe fest gehalten werden, dieBretter spalten, wenn sich dieselben einziehen sollten. Diese Stäbewerden auf den Rahmen befestiget, oder auch wohl in dieselben, wennsie dick genug sind, eingezapft, was in Hinsicht der großen Dauer-haftigkeit der Arbeit vorzuziehen ist.
Diese dritte Art, die Füllungen fest zu halten, ist besser als dieerste und nicht so gut als die zweite, weil sie die Bretter nur an derStelle der Schraube festhält, während sie nach der zweiten nach ihrerganzen Breite zusammengehalten werden.
Zuweilen werden diese Stäbe von flachem Eisen gemacht und siesind alsdann deßwegen bequem, weil sie weniger Platz hinter denLambrien einnehmen. Bei bogenförmigen Füllungen muß man immereiserne Stäbe dazu gebrauchen, weil die hölzernen nicht fest genug