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Dritter Band.
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238 Schreiner - oder Tischlerarbeit; l. Abth. 2. Kap.

sind, wenn man sie nickt sehr dick macht, oder die Krümmung derFüllung nickt sehr unbedeutend ist.

Will man den Fugen der Füllungen noch mehr Dauerhaftigkeitgeben, so legt man hinten Streifen von geleimter Leinwand oder ge-schlagenen Ochsenziemer, welcher noch stärker ist, darauf.

Wenn die Master eine gewisse Höhe haben, so bringt man hintenein blindes Querstück t, Figur 7, an, welches in die Rahmen einge-zapft wird, oder wohl auch nur Schwanzstücke, um die Rahmen auseinander zu halten, wenn diese letzteren nicht dick genug sind, unreinZapfenloch hinein zu machen.

Zuweilen werden nur Brüstungs-Lambricn rings in den Zimmernherum angebracht, und über denselben die Lambrien durch Tapetenersetzt.

Ehe man die Tischlerarbeiten, besonders die unbeweglichen, an-schlägt oder legt, muß man erwägen, in welcher Jahreszeit man ist;ob die Gebäude alt oder neu aufgeführt sind; ob die Mauern und derAnwurf Zeit gehabt haben, einen Theil ihrer Fcucktigkeit zu verlieren;ob die Tischlerarbeit zu gleicher Erde oder in den oberen Stockwerkenangebracht wird und endlich, ob die betreffende Stelle der freien Lustoder der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Nächst diesen allgemeinen Erwä-gungen muß man ferner auf die Dicke der Hölzer, auf ihre harteoder weiche Beschaffenheit sehen, um den Unfällen vorzubeugen, welcheunvermeidlich sich ereignen, wenn man auf alle diese einzelnen Dingekeine Rücksicht nimmt.

Da man nicht immer die Zeit abwarten kann, bis die Mauernvollkommen austrocknen, um die Tischlerarbeit anzuschlagen, so hatman folgende Mittel erdacht, welche, wenn sie auch die Wirkung derFeuchtigkeit nicht ganz zerstören, dieselbe doch wenigstens zum großenTheil vermindern:

1) Man läßt zwischen den Mauern und der Lambris einen Raumvon 1 bis 2 Zoll, damit die Luft darin circulircn und einen Theilder Feuchtigkeit in Dunst auflösen könne. Wenn gleich diese Anord-nung ungewöhnlich scheinen mag, so wird es doch gut sevn, dieseVorsicht anzuwenden, besonders wenn gefordert wird, die Tischler-arbeiten sogleich anzubringen, sobald die betreffenden Stellen dazufertig sind. 2) Man begnügt sich zuweilen, die Rückseite der Lam-bris zwei bis dreimal mit dicker Oelfarbe anzustreichen, was sehr gutist, weil die Oelfarbe die Feuchtigkeit hindert, an dem Holze zu haften