246 Schreiner - oder Tischlerarbeit; 1. Abth. 3. Kap.
In dem Grundriß Figur 1 hat man die Breite in parallele Ab-schnitte getheilt, welche gerade über einander vorspringende Bogenbilden, um die Schiefe der Schmiege oder die Kegelfläche, welchedieselbe bilden soll, zu finden.
Man kann auch diese Rundung in Dauben oder Arten von Ge-wölbstücken bilden, wie man es in den Figuren 3, 4, 5 angedeutetsieht.
Um diese Gcwölbstücke zu verfertigen, theilt man zuerst den Um-fang der äußeren Kante in eben so viele Theile, als man nach Ver-hältniß der zu Gebot stehenden Hölzer Gewölbstücke haben will; so-dann zieht man nach dem Mittelpunkte », Fig. 4, welcher die Kegel-spitze vorstellt, Linien, die die Fugen bilden sollen, und andere vonder Mitte der Gcwölbstücke; nachher zieht man aus den Endpunktengedachter Fugen gerade Linien, welche Polygone, in dem innerenUmfang und um den äußeren Umfang beschrieben, bilden werden.Der Abstand dieser Linien bestimmt die Dicke der Hölzer, aus denendie Abrundung und Aushöhlung jedes Gewö'lbstücks gebildet wird, undaußerdem den nach dem Mittelpunkte gerichteten Fugenschnitt. Dadiese Schmiege einen Theil eines geraden Kegels ausmacht, so wirddie Länge jedes Gewö'lbstücks — II» in der Figur 3 seyn.
Da der Aufriß, Figur 4, eine mit der Grundfläche des Kegelsparallele Projection ist, so giebt derselbe die wahren Breiten der Ge-wölbstücke an den Enden an. Um also die wahre Größe des Bretts,welches eins dieser Gewölbstücke bilden soll, zu erhalten, muß manaus allen Winkelspitzen des Profils ecklilt', Figur 3, Perpendikel auftick errichten, welche die Längen andeuten werden. Hat man nachhermit ^«1, Figur 5, eine Parallellinie 7 10 gezogen, so trage man alleBreiten auf die correspondirenden Linien, nämlich 5 2, 51, von 8nach u und von 8 nach x; 13 o und 13 r von 9 nach r und von 9nach v rc., und ziehe von allen diesen Punkten die Linien «v, „r, x^,ix, welche die Form eines Bretts für eins dieser Gewölbstücke bestim-men. Diese werden nun mittelst Schablonen, die auf dem Aufrißgenommen werden, abgerundet und ausgehöhlt, indem man das Holznach dem Richtscheit von einer Eurve zur anderen abhaut, nachdemman dieselben in eine und dieselbe Anzahl gleicher Theile getheilt hat.Die kleine Seitenfläche 1«- bildet man dann zuerst, nachdem man dasGewölbstück ausgehöhlt hat, auf welcher man durch den Punkt e eineParallele mit der krummen Kante, die sich in i durch die Aushöhlung