Von den Treppen (Stiegen) von Tischlerarbeit. 257
in diesen Theilungspunkten Perpendikel errichtet hat, dieselben mit'dcninneren Eintheilungspunkten durch horizontale Linien verbunvcn, dieaus den Punkten gezogen worden, wo diese letzteren die Curven deroberen und unteren Seite treffen, und dann durch diese Durchschnitts-punkte die äußeren Kanten der Wange gezeichnet.
Nachdem diese Vertikalprojektion gemacht war, hat man durchdie äußersten Punkte Parallelen gezogen, um dcn Cylinderabschnittanzudeuten, in welchem die Wange enthalten seyn muß, wobei ander Dicke des Holzes möglichst gespart wird.
Zur Ausführung dieses schiefen Abschnitts muß man eine Scha-blone haben, Figur 15, welche die Curven der oberen und unterenSeite giebt.
Um diese Schablone zu bilden, hat man aus allen Punkten, wodie über dem Grundriß aufgerichteten Vertikalen die gerade Linie deroberen Seite des schiefen Abschnitts treffen, Perpendikel errichtet, so-dann auf dieselben die Größe der corrcspondirendcn Ordinaten, die aufdem Grundriß verzeichnet worden, getragen, und durch die hierdurcherhaltenen Punkte die «erstreckten Curven, welche die Kanten derSchablone bilden sollen, verzeichnet. Man bedient sich dieser Scha-blone, um die Holzstücke zu tracircn, woraus die Wange gemachtwerden soll, indem man nur den Theil nimmt, welcher in jedemdieser Stücke enthalten seyn kann, und bildet diese Stücke, indemman das Holz, was außerhalb der tracirten Theile fällt, abschlägt.Sind die krummen Seitenflächen gemacht, so tracire man auf derje-nigen, welche an der Seite der Stufen liegt, das Profil der letzterenfür die Einschnitte, welche dieselben aufnehmen sollen, und die Liniender oberen und unteren Seite, welche Tangenten an dcn Ecken derStufen seyn müssen; die auf der Schablone gezeichneten Linien werdendazu dienen, die correspondirenden Punkte der wagrechten Linienanzumerken, um das Obere und Untere zu bilden. Auf der Schablonehat man den Holzvcrband angegeben, dessen man sich bedienen kann,er ist eine Art Verzahnung, die mit einem Keil zusammengepreßtwird. Alle diese Operationen sind in den Figuren 13, 14, 15 miteinerlei Buchstaben und Ziffern für die correspondirenden Punkte be-zeichnet.
Wenn die Projektionsebene der Trcppenwangen ein Kreis odereine Ellipse ist, so sind die Curven der Verstreckung immer Ellipsen,wovon man nur die beideir Aren zu kennen braucht, um sie nach der