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Dritter Band.
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264 Schreiner - oder Tischlerarbeit; 2. Abth. 1. Kap.

Die Qncrstücke und Wrtterscbenkel in den oberen Flügeln bekom-men die nämliche Form und Größe, indessen können sie etwas schmä-ler werden als an den großen Flügeln, um mehr Licht einzulassen,Details 6.

Das Oeffnen der Fenster in Hohlkehlen, Detail Figur 8, istanderen Einrichtungen vorzuziehen, weil dadurch die Flügelrahmen inihrer Höhe gerade erhalten werden und in allen Theilen besser an-schließen können. Das Oeffnen in einem Karnies, Figur S, oder ineiner Abfasung, Figur I», sollte nur bei Glasthüren und im Grund-riß bogenförmigen Fenstern Statt finden.

Bei Fensterrahmen, welche sich in einem Karnies oder einer Ab-fasung öffnen, müssen die beiden mittleren Flügelrahmstücke von einer-lei Breite seyn. Ihrer Dicke muß noch die der äußeren oder innerenSchlagleiste, je nachdem es der rechte oder linke Flügel ist, zugerechnetwerden, Details 0 und 10. ')

Die Dicke der Sprossen ist der der Rahmstücke gleich. Ihre Ber-bindung muß in dem Falz geschehen, den man so tief als möglichund höchstens 2 bis 4 Linien breit macht, um der Rückseite derSprossen mehr Stärke zu lassen, Detail II

Im Allgemeinen beruht die Dauerhaftigkeit der Fensterrahmenauf ihrer Zusammenfügung, welche außerordentlich genau seyn undmit der möglichsten Präcision ausgeführt werden muß. Es ist indessenhinreichend, wenn nur die Verbandstücke nach der Dicke genau passen,weil sich sonst das Ende der ausrechten Stücke unfehlbar spalten würde;die ganze Spannung muß sich auf den Zapfenachseln, oder, wasdasselbe ist, in der Breite des Zapfens befinden.

Die Glasthürcn unterscheiden sich von den Fenstern, wovon wir soeben gehandelt haben, darin, daßsie sich immer in einem Karnies odereiner geraden Abfasung öffnen, wie oben bereits gesagt worden ist,und daß sie unten Füllungen haben, welche mit Kehlstößen wie anden Rahmen versehen sind. Diese Füllungen sind mit der Einfassunggleich, oder sie treten auch wohl darüber vor, was man überscho-bene Füllungen nennt, Detail 12.

i) Im Inneren muß die Schlagleistc immer an dem rechten Flügel seyn,wie die Figuren 8 und 9 andeuten, ganz besondere Fälle ausgenommen, wiebei Glastbüren, an welchen man bei dem Eintritt in das Zimmer den reck-ten Flügel vorwärts öffnen muß.