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Drittes Kapitel.Von den Dachziegeln.
Der Naturforscher Plinius schreibt die Erfindung der Dachziegel demCinyra, Sohn des Agriopas von der Insel Cnpcrn, zu; allein es istwahrscheinlich, daß die Assvricr, welche sehr lange vor den GriechenBacksteine angewendet haben, auch den Gebrauch der Dachziegelkannten.
Bon der Verfertigung der Dachziegel.
Man findet selten einen solchen Thon, aus welchem allein mangute Dachziegel verfertigen kann; fast immer muß man andere Erdenoder Sand damit vermengen, je nachdem er zu mager oder zu fett ist.
Die Zicgelerde muß man zu Ende des Herbstes ausgraben undauf einer großen Fläche ausbreiten, um sie den Winter über demRegen, Frost und Thauwetter auszusehen, welche sie gleichsam auf-lösen, indem alle Schollen durchdrungen werden, wodurch die Ziegelerdenachher leichter zu bearbeiten ist.
Um sie zu bearbeiten, vertheilt man sie auf einem runden Bodenin niedrige Haufen, zieht sie mit einer Hacke auseinander, und sondertalle fremde Körper aus, die darin enthalten seyn könnten. Hernachgießt man Wasser darüber und knetet sie mehrmalen mit den Füßen,wobei man sie jedesmal herum wendet. Durch die Erfahrung lerntman, wie oft diese Operation, je nach der Beschaffenheit der Ziegelerdeund ihrer Vermengung mit anderen Erden oder Sand, wiederholt wer-den muß.
Nachdem das Ziegelgut gehörig zubereitet ist, muß man die Ziegelformen und sie nickt eher in den Ofen bringen, als bis sie gehörig trockengeworden sind. Die zu ihrer Trocknung erforderliche Zeit hängt von
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