Z^2 Dachdeckerarbcit; 1. Abth. Z. Kap.
ihrer Größe, besonders von der Dicke ab, wie auch von der Jahreszeit,in welcher sie geformt werden.
Zu den Dachziegeln muß die Masse feiner genommen, und die-selbe besser durchgearbeitet und zusammengedrückt werden, als zu Mauer-ziegeln oder Backsteinen.
Im Allgemeinen erkennt man die Güte der Dachziegel an ihremKlang und der inneren Textur; die hellere oder dunklere Farbe der-selben hängt von der Erdart ab.
In Ansehung der Form unterscheidet man vier Arten, welche ammeisten gebraucht werden. Tafel HXV, Figur 1 bis 7.
1) Plattziegel mit einer Nase, an welcher sie aufgehängt wer-den, oder mit Löchern, um sie aufzunageln.
2) Hohlziegel in der Form eines Kanals, Figur H
3) Schluß- oder Fittichziegel mit einer doppelten Krüm-mung in der Form eines 8, Figur 1'.
4) Plattziegel mit umgebogenen Rändern, deren mansich in Rom bedient, FigurAX
Die älteste und solideste Art der Eindeckung ist die römische,welche in Italien noch im Gebrauche ist. Sie besteht aus zwei Artonvon Ziegeln, nämlich aus Plattziegeln mit umgebogenen Rändern undaus Hohlziegeln.
Hierbei legt man zuerst auf die ungefähr einen Fuß von Mittezu Mitte von einander liegenden Sparren große Plattziegel, zu Rom pi'snellt; genannt, welche von einem Sparren bis auf den anderen rei-chen, Fig. 1, und 11'/- Zoll lang, 5 Zoll 10 Linien breit, 13 Liniendick sind; ihre Fugen werden durch Kalkmörtel verbunden. Auf dieseArt Pflaster legt man Plattziegel mit umgebogenen Rändern reihen-weise in der Richtung der Dachneignng. Da sie oben breiter alsunten sind, so läßt man sie sich ungefähr 3 Zoll überdecken, indem manden unteren Theil des einen über den oberen Theil des anderen gehenläßt. Soll die Eindeckung sehr dauerhaft werden, so setzt man siein Kalkmörtel, aber gewöhnlich bedient man sich dessen nur bei denunteren Ziegeln.
Die Ziegel, welche jene Reihen bilden, sind an ihrer größtenBreite ungefähr 1 Zoll von einander entfernt. Der zwischen ihnenverbleibende Raum wird mit Hohlziegeln überdeckt, deren convere Seite