Von den Dachziegeln.
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gehörig befestiget und auf der oberen Seite gerade sind; wenn dieses nichrist, so muß der Dachdecker vorerst die zu hohen Theile abhauen, zuwelchem Ende er ein Werkzeug, auf der einen Seite mit einem Beilund aus der anderen Seite mit einem Hammer, zur Hand hat.
Auf die gehörig gerade zugerichteten Sparren werden, von untenanfangend, Latten gelegt, welche aus Eichenholz geschnitten worden ').Diese müssen geradfaserig und ohne Knoten seyn und auf jeden Spar-ren genagelt werden. Man legt sie in horizontalen Reihen und ver-schränkt, d. h. so, daß ihre Enden in jeder Reihe nicht auf einen unddenselben Sparren, sondern auf verschiedene Sparren treffen, um siebesser mit einander zu verbinden. Diese Anordnung ist sowohl für dasZimmerwerk als auch für die Bedachung sehr vorthcilhast. Die Entfer-nung der Lattenreihen muß '/- von der Höhe der Ziegel betragen.Diese Latten sind 4 Fuß lang, damit sie auf vier, um einen Fuß voneinander entfernte, Sparren genagelt werden können. Früher warendie Latten 2 Zoll breit und ungefähr 3 Linien dick; allein durch einenMißbrauch, welchen die Regierung unterdrücken sollte, haben sie nichtmehr als 18 bis 2V Linien Breite und 1'/, Linien Dicke, was dieBedachung viel weniger fest und folglich weniger dauerhaft macht undmehr Unterhaltungskosten erfordert.
Die Nagel, deren man sich zum Anschlagen der Latten bedient,sind 1 Zoll lang. Sind sie fein, so gehen 32« auf das Pfund, ge-wöhnlich aber nur 26«.
Nachdem die Latten angeschlagen sind, fängt man das Eindeckenan der unteren Reihe, der Dachtraufe, an. Dasselbe kann auf dreiverschiedene Arten geschehen:
1) Wenn sich am Fuße des Daches ein Gesims mit einer Kandelbefindet, welche das Wasser von der Dachfläche aufnimmt, so begnügtman sich, den Rand der Kandel mit der ersten Reihe Ziegel zu be-decken. Figur 8.
2) Ist ein Dachgesims ohne Kandel vorhanden, so legt man zuersteine Reihe Ziegel in Gyps- oder Kalkmörtel auf den Rand des Ge-simses, und läßt dieselbe ungefähr 4 Zoll über das Gesimse vortreten;sie muß nach außen ein wenig Gefalle haben. Auf diese erste Reihewird eine zweite im Verbände gelegt, welche nicht weiter als die erste
n In Deurschland begnügt man sich meistens mir tannenen Lauen,weiche wohlfeiler sind. A. d. U.