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Dachdeckerarbeit; 1. Abth. 3. Kap.
vortritt, Figur t>. Zuweilen legen die Dachdecker die erste Reihe Zie-gel diagonal, nach der Figur 11, so daß der Rand gleichsam gezacktwird, und legen die zweite Reihe auf die gewöhnliche Weise auf. Umdiese Zacken auszuzeichnen, werden die Ziegel der einen Reihe weißgemacht und die der andern geschwärzt. Dieses Verfahren verursachtmehr Kosten, weil eine dritte Reihe Ziegel erfordert wird.
L) Wenn kein Kranzgcsims vorhanden ist, das den Fuß desDaches unterstützt, so nagelt man über die Enden der Sparren, welcheungefähr um 18 Zoll über die äußere Mauerfläche vortreten müssen,eine Reihe Dielen, welche so geschnitten werden, daß sie an dem einenRande dicker als an dem anderen sind, um der ersten Ziegelreihe dienöthige Erhöhung zur Bildung der Traufe zu verschaffen, und legtsodann auf die vorhin angegebene Weise eine doppelte Reihe Ziegelauf, Figur I<».
Ist die Traufe gehörig gebildet, so hängt man auf die erste ReiheLatten über die Ziegel, welche die Traufe bilden, eine Reihe Ziegel,welche jene zum Theil überdecken. Weil dieselben eine andere Neigungerhalten, so ist es gut, diese erste Reihe unten mit Halbziegeln, welchein Gnps- oder Kalkmörtel gesetzt werden, zu unterfüttcrn. Ueber dieserersten Reihe wird eine zweite Reihe Ziegel so aufgehängt, daß! dieHöhenfugen auf die Mitte der Ziegel in der ersten Reihe treffen. Dadie Lattenreihen nur um '/- der Länge des Ziegels von einander ent-fernt sind, so folgt daraus, daß der sichtbare oder nicht überdeckte Theil(le purerru) der ersten Reihe, wie auch der übrigen Reihen, nur '/^der Länge des Ziegels beträgt.
In gleicher Weise fährt man mit dem Aufhängen der Ziegelvon unten nach oben fort, bis zur Dachspitze, wobei darauf zu sehenist, daß die sichtbaren Theile der Ziegel gleiche Höhe bekommen undunten in jeder Reihe eine gerade Linie bilden, und daß die Höhen-fugen jeder Reihe jedesmal auf die Mitte der Ziegel in der zunächstdarunter befindlichen Reihe treffen. Bei einem Satteldache wird dieFirste mit einer Reihe Hohlziegel oder Firstziegel gedeckt, welche manin Mörtel setzt. Da diese Ziegel zu Paris cylindrisch, d. h. an bei-den Enden gleich weit sind, so können sie nicht in einander gestecktwerden und sich überdecken, und man ist genöthigt, die Fugen einzu-speißen, was nicht so solid ist.
Die einseitigen Dächer schließt man oben mit einem Mörtel-überzug.