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Dritter Band.
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Oachdeckerarbeit; 1. Abth. 4. Kap.

Verfahren bei der Verfertigung der Schieferbedachung

zu Paris .

Zuerst werden, wie wir bei den Plattzicgeldächern angegeben haben,die Sparren gerade gearbeitet und dann wird von unten auf gelatttt.Man gebraucht zuweilen Quadratlatten von ungefähr 3 Zoll Breitewie bei Ziegeldächern. Allein um bessere Arbeit zu verfertigen, bedientman sich geschnittener Latten von 4 Fuß Länge, 4 bis 5 Zoll Breite.Dieselbe werden in Gebunden verkauft, welche 26 Stück enthalten,und wovon man 18 zu einer Quadratklaster nöthig hat. Sie sindvon Eichenholz, und müssen gerade Fasern und weder Knoten nochSplint haben. Um diese Latten anzuschlagen, bringt man zwischenden Sparren Gegenlatten von 4 Zoll Breite, 8 Linien Dicke an; die-selben werden auch in Gebunden, jedes 10 Stück von 6 Fuß Längeenthaltend, verkauft. Auf eine Quadratklaster braucht man ungefähr

5 laufende Klafter Gegenlatten.

Die Latten werden auf vier Sparren, mit zwei Nä^elg ausjedem, 1'/-, Zoll von einander entfernt, angeschlagen. Man legr siewie bei den Ziegeldächern in horizontale Reihen und verschränkt. DieGegenlatten liegen unter jenen zwischen den Sparren, an ihrem Zu-sammentreffen mit jeder Latte werden sie mit zwei Nageln befestiget.

Will man die Gegenlatten ersparen, so verschalt man die Sparrenmit tanncnen Brettern von 6 Linien Dicke, 6 bis 7 Zoll Breite und

6 Fuß Länge, welche man mit 3 Nägeln auf jedem Sparren befestiget.Dieses Verfahren ist vorzuziehen, weil dadurch eine ebenere und festereFläche ht rvorgebracht wird. Oefters gebraucht man Bretter von Pappelnund anderem weißen Holze, statt von Tannen, welche aber wenigergut und von geringerer Dauer sind.

Nachdem die Bclattung oder Verschalung gemacht worden ist,verfertiget man, ehe die Schiefer aufgelegt werden, die Traufe, d. h.den unteren Rand des Daches. Diese Traufe kann eben so wie beiden Ziegeldächern auf verschiedene Arten gemacht werden.

Nach der ersten Art wird die erste Reihe Schiefer so aufgelegt,daß sie den Rand der Dachkandel überdecken, um das Wasser in die-selbe abzuleiten. Die zweite Art Traufe wird von Ziegeln auf diebeschriebene Weise gemacht; nur muß man diese Ziegel schwarz an-streichen, damit sie zu den Schiefersteinen passen. Von der Traufe anwird das übrige Dach eben so gedeckt wie ein Ziegeldach, indem mandie Schiefer in horizontalen Reihen, verschränkt, und unten in gerade