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Schau-Platz der alten und neuen Fortifications-Maximes ... / durch Johann Jacob Wertmüller
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der Kriegs⸗Kunſt insgemein. 23ſchon vorhin gemeldet/ wann biß wellen ſolches gleichwolbey dem eine oder dem andern beſchicht/ ſo iſts etwas Un-gemeines/ und werden allzeit 1000. zu kurtzkommen/ ehedaß einer anſchlaͤgt. Gleichwolen thut das Gluck indem Kriege bißweilen mehr als die Kunſt und der Ver-

and; Dannenhero kommt es auch/ daß man vielmehrder jenigen findet/ Qui fortund, gquum ratione duci -unt. Das iſt: die ſich lieber dem blinden Gluͤck/als dem Studwen ergeben wollen. Dann dasGluck und groſſer Herren Gnad/ ſind wie der Thau/und fallen(nach dem gemeinen Spruͤchwort) eben ſobald auf den Narꝛen als auf den Doctor. aDamit wir aber en sem(durch die Materi ver-anlaſſeten) Abſprung/ wiederumb auff den vorgenome-nen Wege komen mogen; ſo will ich nur noch diß ſagen.Neimlich/ daß beyde Wege/ jeglicher an und vor ſichſelbſten/ gantz gut/ und nach Beſchaffenheit der Perſo-nen und deß Orts/ nutzlich und vortheilig ſeyn konnen.Wann man aber beyde zuſammen faſſet) und erſtlichauß den beſten Aurhorlbus(die ſelbſten Soldaten undgroſſe Generals getweſen/ oder zum wenigſten mit gu-ter Reputation in dem Krieg gedienet) deren ſich et⸗-liche finden; Oder aber/ durch eines Kriegs⸗Erfahr⸗-nen und verſtändigen Manns/ mündliche undſchriff liche Unter welſung/ eine gute und Merhodiſche1 heoriam(bann der behoͤrige Methodus thut hierſehr viel) ſich zuleget; hernach aber in dem Krieg/ mitfleiſſiger Auffmerckung und unverdroſſener Applicati-on zu der Practie ſchreitet/ ſo glaube ich/ und wolteſolches auch mit Exemplen beweiſen koͤnnen/ daß ei⸗15 zu Lande und zur See ein guter Mann werdennte.Ich will jetzunder nicht urtheilen/ welche von dieſenB jo beyden

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