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der Feinde wird auch noch durch viel andere Mittel undWege/ geſchlagen/ ruinirt/ und auß dem Feld gebracht;Zu welchem das Marſchiren und Logiren ein mehrerscontribuiren kan/ als das Schlagen und Fechten. Fa-uus hat mit ſeinem wol eingerichteten Marſchiren/ undLogiren/ das Roͤmiſche Reich/ welches Aunibal in ſei-nen Gedaneken allbereit übern hauffen geworfen/ auff-recht erhalten/ und ohne ſonderliche Schlaͤgerey/ außder bevorſtehenden Gefahr errettet. Unus cunctandonobis reſtituit rem, ſagten die Roͤmer zur ſelbigen Zeit:Diß mahlen aber haͤtte man wol Urſach etwas anders zuſagen. Warumb aber diß geſchehen/ iſt unſchwer zuergruͤnden. Fabius hatte eine gute Erkandtnuß der Fun-damenten/ oder Principiorum aller bieſer drey Haubt-Actionen, und hielte darfuͤr/ daß das ungewiſſe undzweiffelhafftige( nemlich das Schlagen) bey ſolcher ge-fährlichen Conjunctur, vielmehr den Untergang/ alseben die Erhaltung ſeines Vatterlands verurſachenmoͤchte/ darumb er ſich dann auch an das ſicherſte/ nem-lich an das Temporilliren halten wollen. Wann aberFabius das rechte Meiſterſtuck/ das iſt/ das wahre Fun-dament und Principium dieſer drey Actionen nicht außdem Grund wol verſtanden hatte/ ſo moͤchte wol dasJemporiſiren ein häßlich Ende genommen haben;Dann er hatte es mit einem Compere zuthun/ der ihmeauch den geringſten Fehler nicht haͤtte ungeſtrafft hinge-hen laſſen/ welches er an dem ehrlichen Herꝛn Min atio(der mehrere branoure als Verſtand von ſich ſehen lieſſe)gar ſchoͤn erwieſen. Diß Meiſterſtuck aber beſtehet inder Wiſſenſchafft/ das Marſchiren und Logiren alſo ein-zurichten/ daß man im Fall der Noth/ geſchwind/ ohneConfalion, und in erforderlicher Ordnung/ dem an-kommenden Feinde den Kopf darbſeten/ und mit groſſerAvan-
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