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Feldzug von 1760.
Unwillen, sagten, sie würden sich bis auf den letzten Mann wehren, und thaten «6 auch.Hierauf erneuerte der Feind seinen Angrif, und Laudon wandte alle Kräfte an, in dasRegiment einzubrechen; allein vergebens. Die Preußen standen wie die Mauern, undwußten ihr Feuer allemal mit so guter Wirkung anzubringen, daß der Feind jedesmal mitgroßem Verlust umkehren mußte. Laudon bewunderte die Bravheit dieser tapfern Solda-ten, war aber ganz außer sich, als er seine Absicht vereitelt sahe. Indessen sehte das Re-giment seinen Marsch immer mit Ordnung und Standhaftigkeit fort, fest entschlossen, sicheher in Stücken hauen zu lassen, als sich zu ergeben. Bei Buchelsdorf fand es den Ge-neral Jaquemin mit dem Löwensteinschen Dragonerregiment vor sich, dar eins derschönsten und bravsten bey der östreichschen Armee war. Dies grif die Avantgarde, dieder Kapitain Blumenthal führte, General Laudon selbst die Arriergarde unter dem Ka-pitain Zitzwitz, und die übrigen Husaren das Regiment, die Bedeckung bei dem Gepäckeund dem übrigen Fuhrwerk an. Diese Anfälle erneuerten sie mit desto größerer Wuth, jeübler sie abliefen. Dennoch konnte General Laudon seinen Zweck nicht erreichen,und mußte zuletzt von seinem Vorhaben abstehen. Das Regiment setzte seinen Marsch überSreinau fort, und vereinigte sich in dieser Gegend mit den übrigen Truppen unter demGeneral le Grand« Hierauf zog sich der Feind zurück, nachdem er einige ioa Todte, und Verwundete eingebüßt hatte. Doch hatte das Regiment Manceufel durch diese ver,fchiedenen^Anfälle auch roo und etliche 40 Mann'"nebst einigen Wagen verlohren, dasK« aber in Rücksicht auf die Ueberlegenheit des Feindes für nichts zu rechnen ist. Dieses Ge«
fecht zeigt mehr als alles Raisonnement, was eine brave Infanterie gegen Kavallerie ver-l Der östreichischen Kavallerie, angefeuert durch hie Gegenwart des General Lau,
^ ^ don, der überhaupt von der Armee sehr geliebt wurde, kann gewiß nicht der Vorwurf ge,
macht werden, daß sie nicht alles angewandt hätte, was nur in ihren Kräften stand; unddoch konnte sie niemals zum Einhauen kommen.So wird es einer jeden Kavallerie gehn,wenn die Infanterie ihr Feuer gut zu benutzen weiß, bei kaltem Blute bleibt, und sichnicht durch das Getümmel der Pferde schrecken, irre machen und zu Fehlern ver,leiten läßt.^
Um eben diese Zeit führte der General Luzinskp mit befferm Glücke einen Streichgegen das preußische Karabinierregiment aus, mit dem der Oberst Arnstädc in Zely stand,um die Lieferungen in den sächsischen Herzogthümern zu betreiben. Nach dem Abmarsch-es Erbprinzen hatte die Reichsarmee die Generale Rleefeld und Luzinsky aus Frankenin das Thüringische und bis in die Gegend von Gera vorrücken lassen, mit dem Auftrag,-je kleinen preußischen Kommandos aufzuheben. Der König, der davon Nachricht hatte.