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4 (1789) Der Feldzug von 1760 : als eine Fortsetzung der Geschichte des General Lloyd / Henry Lloyd ; von G. F. Tempelhof
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Niederlage des General Fouqnet.

noch ungewiß war, und wenn sie glücklich ablief, den i gten um 5 Uhr abzumarschiren,und das Lager auf dem Zeiskenbevg unweit dem Fürstenstein zu nehmen.

Um iO Uhr brach sodann das Korps in zwei Kolonnen auf, und marschirte rechtsab. Die erste Kolonne unter Anführung des General Gchenkendorf und des OberstenRosen, bestand aus dem Freibataillon le Noble, den Gr. Bat. Sobeck und Röschembar, i Bat. Fouquet, i Markgraf-Heinrich, 1 Braun, 2 Schwadronen Dragoner,5 Schwadronen Hustren. Sie nahm ihren Weg über pülzen, Iakobsdorf, Fueibnrg,Reichen«», und Hartmannsdorf nach Vogelsdorf.

Die zweite Kolonne, in der sich die Freibataillone Lolligiron, Lüderitz, die Ba-taillone Freiwillige von Below und Bork, Gr. Bat. Arnim, Mobersnow, r Mosel,2 Schwadronen Dragoner und 6 Schwadronen Husaren befanden, ging unter Anfüh-rung des General Fouquet selbst, und der unter ihm stehenden Generale, Malachowskpund le Grand, über Schwenkenfeld, Maldenburg und Gottesberg nach Forste.

Bei Annäherung dieser Kolonnen zogen sich die feindlichen Vorposten bei Gies-mannsdorf und Hermsdorf mit Hinterlassung einiger Gefangenen zurück, und brachtenihren Generalen die Nachricht von dem Anmarsch zweier preußischen Kolonnen. Diesebesetzten die von den Preußen aufgeworfenen Redouten bei dem Mummelloch, auf demBuchberg Und den anliegenden Höhen, und auf dem Kirchberg, marschieren mit der übrigenInfanterie auf den Höhen von Reichheimersdorf auf, stellten ihre Kavallerie in derEbene zwischen dies Dorf und Grüßau, und erwarteten in dieser Stellung den

Den r7ten um io Uhr des.Morgens waren die Kolonnen an dem Ort ihrer Be-stimmung angelangt; die erste bei Hartmannsdorf, die zweite bei Forste. Hier erfuhrder.General Fouquet, daß noch Z Regimenter Infanterie und einige Schwadronen Ka-vallerie bei Friedland standen. Dies brachte ihn auf den Entschluß den Feind unge-säumt anzugreifen, damit diese nicht Zeit bekämen ihm in den Rücken zu kommen. Zudem Ende schickte er den Lieutenant Frohnhöfer zum General Gcheukendorf, mit den?Befehl, sogleich den Angrifzu machen. Er selbst ließ aber seine Artillerie auffahren, dieSchanzen auf dem Buchberg und bei dem Mummelloch mit Kanonen und Haubitzen beschießenund unter Begünstigung dieses Feuers die Freibataillone Lüderirz und Lollignon imGrunde vorrücken, sich ihrer zu bemächtigen.

General Schenkendorf sandte den Obersten Rostn mit einigen Bataillonen überRuhbank längs dem Bober herauf, sich der Schanzen bei dem Roth - Rretscham undauf dem Buchberge zu bemächtigen; mit den übrigen Bataillonen seiner Kolonne rückte er

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