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4 (1789) Der Feldzug von 1760 : als eine Fortsetzung der Geschichte des General Lloyd / Henry Lloyd ; von G. F. Tempelhof
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Feldzug hott r?6o.

nicht in den Sinn kommen konnte, so lange der General Fouquet bei Gchweidnitz stehenblieb. Er würde sich auch dadurch den Prinzen Heinrich mit dem größten Theil seinerjArmeeauf den Hals gezogen haben; allein die Stadt konnte er mit Brandgranacen einäschern,und dies bewog wahrscheinlich den General Fouquet, den 6ten das Lager bei würben zuverlassen, und sich nach Romenau ohnweit Breslau zu ziehen. Der Befehl des Königs,Dreslau und Gchweidnitz zu decken, trug ohne Zweifel auch das Seinige zu diesem Ent-schluß bei; denn in der That erreichte er durch seine Stellung bei Gchweidnitz.diesenZweck eben so gut als durch die bei Romenau.

Durch diesen Rückzug des Generals Fouquet erhielt General Laudonfreie Hand, Glatz berennen zu können, und Meister von dem Posten bei Landshut zuwerden. Die Generale ^sanus und Geisruck bekamen daher auch sogleich Befehl ihn^»«.ch-^-^mit 5 Bataillonen Infanterie, 2 Regimentern Kavallerie und z Bataillonen Kroaten zubesehen und bei Friedland mit 5 Bataillonen Infanterie und 7 Schwadronen Kavallerie

festen Fuß zu fassen.^ General Laudon selbst aber ließ seine Kavallerie bei Frankensteinstehen, marschirte den 7ten mit der Infanterie über Gilbeubrrg und wartha zurück,besetzte diese Passe und den bei Reichenstein, ließ Glatz sogleich auf allen Seiten einschlie-^ ßen, und machte alle Vorkehrungen zur Belagerung dieses wichtigen Platzes. General

Fouquet verfolgte des Feindes Arriergarde über Ranch, Jordans» Mühle, Nimptschund Reichenbach, machte dabei verschiedene'Äefangene, und nahm den roten das Liv ,,

- Den r6ten erhielt der General Fouquet'ein Schreiben vom Komge, worin«r ihm auödrücklic^hefahl, den Posten bei Landshut wieder einzunehmen.antwortete: ^

»Ew. Majestät Befehl vom uten Junius gemäß werde ich gleich diese Nacht«zu der Unternehmung auf Landshut abmarfchiren Ich hoffe daß uns ^

»das Glück begünstigen wird; indeß bleibt der Ausgang immer sehr zweifelhaft,-»-^

» wenn der Feind seine Schuldigkeit thun will."

Bei der Voraussetzung, daß der Feind genöthiget sein würde, den Posten betLandshut zu verlassen, mußte auch auf die Gemeinschaft mit Gchweidnitz Rücksicht gesnommen werden. Denn weil das Korps seinen Unterhalt aus dieser Stadt bekommenmußte, so würde es bald genöthiget worden sein, seinen Posten wieder zu verlassen, wenn.ihm dieser wäre abgeschnitten worden. Der General Im g- Zieren bekam daher Befehl,mit 7 Bataillonen Infanterie, 1 Schwadron Dragoner und r Schwadronen Husaren noch