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Erster Band.
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Durchlauchtigster Prinz!

Gnädigster Herr!

§Oey dem allgemein herrschenden Wunsche, mehrere über Artillerie-Gegenstände vorhandene und sehr reichhaltige Manuskripte endlichzum allgemeinen Nutzen in gedruckte Werke systematisch geordnet zusehen; mußte meine gänzliche Unkenntniß der deutschen Sprachemir höchst unangenehm seyn, weil ich dadurch außer Stand gesetztwar, mit meinen neuen Kameraden, in Erfüllung dieser nützlichenAnsichten, wetteifern zu können.

In der Ueberzeugung jedoch, daß einem festen Willen und einemregen Diensteifer nichts zu widerstehen vermag, verlegte ich mich mitallem Eifer auf die Erlernung der deutschen Sprache. Und kaum ver-nahm ich, daß meine deutsche Schreibart so weit gediehen sey, umeiner Ausbesserung, von Seite eines erfahrnen Artillerie-Dfficiers,unterzogen werden zu können; säumte ich keinen Augenblick, umdurch die Bearbeitung eines Theiles der so mannigfaltigen Artillerie-Gegenstände, mich der höchsten Gnade Euerer kaiserlichen Ho-heit werth zu machen.

Die Gelegenheit, oder vielmehr die Nothwendigkeit, in welcheich durch meine gegenwärtige Anstellung versetzt wurdemehrerenVersuchen über das kleine Feuergewehr beyzuwohnen, und eine nichtunbedeutende Anzahl ganz neuer Maschinen, zur Verbesserung derGewehrerzeugung, entwerfen zu müssendiente zugleich, mir den-jenigen Theil, den ich bey diesem großen Unternehmen zu bearbeitenhatte, anzuzeigen. Auch selbst der Umstand, daß über das kleine Feuer-