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Erster Band.
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Zweyte Abtheilung.

Von den Gewehrlaufen..

Unter dieser Benennung werden alle Gattungen Laufe (Röhre) der Feucrgcwehre ver-standen, welche zur Bewaffnung der verschiedenen Truppengattungen bestimmt sind.

Das Rohr, aus welchem, vermittelst einer Kraft, Kugeln in die Ferne getrieben wer-den , nennt man, zum Unterschiede gegen das Geschützrohr, bey dem kleinen Feuergewchreden Lauf. Theile des Laufes sind: die Bohrung oder der Calib.m, welcher seineBestimmung von dem Gewichte der daraus zu schießenden Kugel erhält; der Pulversack,ist der hinterste Theil des Laufes, wohin die Pulverladung zu liegen kommt; dieSchwanzschraube, wird hinten in dem Pulversack eingeschraubt, und macht den Bodendes Laufes aus. Die runde Gestalt des Laufes geht nicht bis an dgs Hintere Ende dessel-ben, sondern der Lauf wird vom Pulvcrsacke gegen vorne zu auf eine gewisse Länge bey-derseits stach gefeilt; diese stach gefeilten Stellen nennt man die beyden Schleifenoder Flächen des Laufes, deren eine, nähmlich die an der rechten Seite zum Anlegen desSchlosses nothwendig ist, und durch welche das Zündloch oder der Canal, mittelst wel-chem das Feuer zur Ladung gebracht werden muß, gebohrt wird. Was die Bestimmungder Länge, des Calibers und die Geschichte der Läufe anbelangt: siehe 2. Band V. Ab-theilung I. und II. Abschnitt.

Wir haben Läufe, die inwendig glatt, und andere, in welche schraubenförmigeZüge cingeschnitten sind. Man nennt die ersteren glatte und die letzteren gezogene oderStutzenröhre. Nebst diesem sind die gezogenen außen achteckig, und die glatten rund.

Die Jäger-Gewehrläufe sind hinten am Pulversacke und zwar oberhalb auf eineLänge von 10 Zoll flach abgefeilt, aus dem Grunde, damit das Absehen um so leichtereingelassen werden kann. Der Antrag ist jedoch, das Absehen auf die Schwanzschraube zuübersetzen, bey welcher Abänderung sodann diese Läufe ebenfalls die Gestalt der übrigenglatten Läufe erhalten könnten.

Es ist bereits gesagt worden, daß in der Artillerie kein Gegenstand vorkommt, derwichtiger und selbst schwerer, als die Bestimmung und Erzeugung der Feuergewchre ist;und hier muß noch besonders bemerkt werden, daß unter allen den verschiedenen Bestand-theilen, aus welchen ein Gewehr zusammen gesetzt wird, der schwierigste Theil, sowohlin Hinsicht seiner Bestimmung als Erzeugung, der Lauf ist.

Dem ungeachtet findet man in allen, über die Erzeugung der Gewehre heraus gekom-menen Büchern entweder sehr wenig oder gar nichts über die Erzeugung der Läufe angeführt,welche gewöhnlich nur oberflächig berührt, und so wie die eines jeden anderen Gewehr-

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