geschweißt sind, welches mit drey Hitzen geschehen kann, gleich die Hälfte desselbenauf einen Büchsenbrand zu strecken; und sind auf diese Art mehrere Flammeln ge-schweißt und auf einer Seite gestreckt, so ist auch die andere Seite auf den zweytenBüchsenbrand auszustrecken.
8. Die Pulversäcke der zwey Büchsenbrändc müssen in der Mitte zusammen treffen, undhernach beym Zertheilen derselben muß von beyden Pulversäckcn 2 bis 3 Zoll abgehauenwerden, und zwar aus dem Grunde, weil öfters an dieser Stelle das Eisen blätterichseyn kann. Daß hierdurch der Büchsenbrand etwas kürzer als gewöhnlich wird, thutnichts zur Sache, weil die Laufe ohnedieß angeringclt werden müssen.
§. 16 . Allgemeine Eigenschaften des Eisens.
Das Eisen ist das härteste, zusammenhängendeste und geschmeidigste Metall. Es läßtsich zwar nicht wie andere Metalle in sehr dünne Platten ausfchlagen, hingegen zu sehrfeinen Drath ziehen. Man rechnet, daß i Pfund Eisen zu einer Länge von 34000 Schuhausgedehnt werden kann:
Es wird von dem Magnet angezogen, was es nur mit dem Kobalt und dem Nicklgemein hat, weil es sich leicht atractorisch machen laßt, welche Eigenschaft es jedoch auchbald wieder verliert.
Es wird in der Roth-Glühhitze weich, läßt sich in der Weiß-Glühhitze zusammenschweißen, eine Eigenschaft, welche es nur mit der Platina gemein hat; und schmelztbey dem höchsten Hitzegrade. Es ist fast die einzige metallische Substanz, welche man inden Pflanzen und Thieren findet, deren Säfte es zum Theil färbt.
Verbindung des Eisens.
A. Mit Sauerstoff.
Im schwarzen Eisen-Oxydul (Magnet-Eisenstein) ist das Verhältniß des Eisenszum Sauerstoffe 1 :o,2ö, und im rothen Eisen - Oxyd (Rotheisenftein) 1:0,46.
Das Eisen-Oxydul verbindet sich gern mit Säueren zu Eisen-Dxydul-Salzen, welchefarbenlos oder blaßgrün sind, und im neutralen Zustande sich fast alle im Wasser auflösen;dann mit wässerigem Ammoniak, mit Borax, mit Erde und Alkalien zu grünen Glas-flüssen, und zu mancherley meist grün und schwarz gefärbten Steinäxten; endlich mitEisen - Oxyd.
Das Eisen-Oxyd verbindet sich mit Wasser (Eisen-Oxydhydrath) wie in demBraun- und Gelbeisenstein.
Weniger als das Eisen-Oxydul verbindet sich das Eisen-Oxyd mit dem Säuern zuEisen-Oxyd-Salzen, welche meistens braun gefärbt, und größtentheils, wenn die Basisnicht vorschlägt, im Wasser auflösbar sind.
Das Eisen-Oxyd verbindet sich ferner mit wässerigen kohlensaueren Alkalien zu grün-lich gelben Glasflüssen und zu gelb und roth gefärbten Steinarten.