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Erster Band.
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Die Hanpteigcnschaft des Kohlenstoffes ist, daß er bey dem höchsten Hitzegrade we-der schmilzt noch verdampft, und mit dem Sauerstoffe in Berührung gebracht, sich zukohlensauer» Gas oder Kohlen-Oxyd-Gas verbindet.

Zur Ausscheidung des Eisens aus seinen Verbindungen werden nur zwey Gattun-gen Kohlen verwendet, nähmlich: Holzkohlen und Steinkohlen.

§. i. Von den Holzkohlen.

Alle, mit Unterdrückung der Flamme, in eine starke Hitze gebrachte Holzgattungcngeben zum Rücklaß Kohlen, welche die Gestalt des verbrannten Holzes beybehalten.

Die Verbrennung des Holzes geschieht entweder in tiefen Gruben, oder-in auf derOberflache der Erde stehenden Haufen, Meiler genannt.

Die Gruben, welche gewöhnlich ausgemauert sind, werden mit den zum Verkohlenbestimmten Holzscheiten ganz angefüllt, und dann angezündet. Wenn schon alles Holzvon der Flamme ergriffen ist, und der ganze Stoß sich etwas gesetzt hat, wird nach undnach, und zwar so lange immer frisches Holz zugesetzt, bis die ganze Grube mit glühen-den Kohlen angefüllt ist; hierauf wird, um die Flamme zu unterdrücken, die Grube mit.nassem Holze und darüber geschütteter Erde, oder, um den Zutritt jeder Feuchtigkeit zubeseitigen, besser mit Eisenblech und Erde zugedeckt. Dieser Prozeß wird vorzüglich zurErzeugung der Kohlen für das Schicßpulvcr angewendet.

Zur Erzeugung der gewöhnlichen Kohlen wird ein ziemlich ebener Platz gewählt, wel-cher bey 20 bis 3 o Schuh im Durchmesser hat; in der Mitte dieses Platzes wird eine oderauch zwey ziemlich dicke hölzerne Stangen (Quandl-Pfahle) eingesetzt, um welche das Holzaufrecht und in Form einer Pyramiede, und zwar mit der Kernseite einwärts, im Kreiseherum gestellt wird, damit das Feuer überall gehörig durchgreisen kann. Die ganze Ober-fläche des Hausens oder Meilers wird mit Baumästen, Rasen und Erde bedeckt, und dasHolz, mittelst einer unten am Boden belassenen Oeffnung, angezündet. Wenn der Meilervöllig im Brande ist, werden nach und nach ringsherum Luftlöcher in denselben gesto-chen, damit das Holz immer aleichförmig verkohlt, und weder durch eine zu heftigeFlamme in Asche verwandelt, noch auch bey zu geringer Hitze nur unvollständig verkohltwerde. Den gehörigen Hitzegrad erkennt man am leichtesten durch den aufsteigenden Dampf,welcher von hellgrauer Farbe seyn soll; röthlich zeigt einen zu heftigen, und schwarzeinen zu geringen Grad der Hitze an. Fangt die Decke des Meilers an sich aufzureißen,und die Flamme aller Orten durchzudringen, so ist dieses ein Beweis, daß der größteTheil des Holzes schon verkohlt ist, und müssen nun alle Luftlöcher und sonstige Oeffnun-gcn des Meilers mit Erde gut zugemacht werden. Auf diese Art wird wohl die Flammeunterdrückt, aber der Hitzegrad doch so verstärkt, daß das Verbrennen des Holzes immernoch, obschon nur langsam fortdauert, bis selbes ganz vollständig in Kohlen verwandelt ist.

Uebrigens kann die Verkohlung des Holzes auch in verschlossenen Rccipicntcn, undnoch besser in einem Destillir-Kolben bewirkt werden, wobey die aus dem Holze, durchdie Hitze ausgeschiedenen und verdampfbaren Stosse durchs Wasser geleitet werden. Das