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Erster Band.
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«eder nach und nach, und im Verhältnisse der Länge des Hebelarmes, in ihrer Bewegungauf demselben verspätet wird, damit die Quantität der Bewegung, d. h., das Productder Kraft in die Geschwindigkeit immer ein und dasselbe verbleibe. D.e concave Krümmungdes Nusikrapfens muß nähmlich von dem Wellbaume der Nuß gegen die Spitze des ersterenzunehmen wodurch das Spannen der Feder anfangs langsam, dann aber im Verhält-nisse, als'die Länge des Hebelarmes (Nußkrapfen) abnimmt, immer geschwinder vor sich

^ Es'ist wohl bloß eine Sache des Calculs, die krumme Linie oder den Radius oscu-lator derselben aufzufinden; man kann sich jedoch diese Mühe ersparen,- wenn man be-denkt daß der Nußkrapfen mit der Schlagfeder in eben denselben Umständen sich befindet,wie der Zahn eines Kammrades, welcher von dem Triebstecken eines Getriebes angegriffenwird. Nun ist in der Mechanik schon längst erwiesen, daß, um auf die verschiedenen An-ariffspuncte des Zahnes eine gleiche Wirkung zu erhalten, der Zahn vön einer äußerlichenEpicicloide gebildet werden muß, deren wirkender Kreis jener des Getriebes, und der

Grundkreis der des Kammrades ist.

In dem vorliegenden Falle ist der Wcllbaum der Nuß der Grundkreis, und der langeArm der Schlagfeder der Halbmesser des wirkenden Kreises.

Die Epicicloide kann entweder durch geometrische Verzeichnung, oder nach der For-

2 (l -f* r )

rnel für den Radius osculator y =--cord x gefunden werden, wo der Halb-

messer des wirkenden Kreises l, der des Grundkreises r, und x als der drehende Bo-gen angenommen ist.

Nachdem die Krümmung des Nußkrapfens bestimmt wurde, bleibt noch die Lange deckBogens zu bestimmen übrig.

Um dieses zu bewirken, muß bemerkt werden, daß die Reibung der Schlagfeder aufdem Nußkrapfen die kleinstmöglichste seyn wird, wenn der von der Schlagfeder beschrie-bene Bogen gleich ist dem Bogen von der Ausrundung des Nußkrapfens, weil in diesemFalle zu jedem Puncte des Bogens, den die Schlagfeder beschreibt, ein gleichmäßigerPunct in der Epicicloide sich finden wird.

Bey unserem Znfanteric-Gewehrschlosse ist, wie schon vorhin bemerkt wurde, derSinus des Bogens, welchen die Schlagfeder beschreibt 5 IU , mithin die Länge des Bogensselbst 5,o8 = 7 ° 3g* = a. Wird nun der Bogen der Schlagfeder mit jenen der Epicicloide

(2r + 2)V x\

verglichen, so erhalt man a=-- I icos. I, aus welcher Gleichung sodann

der Werth vom cos x ober des Bogens x des wirkenden Kreises, mithin der correspon-dirende Bogen der Epicicloid ausgcmittelt werden kann.

D»n der Stange.

Die Stange ist ein Hebel der ersten Gattung mit ungleichen Atmen, wovon der klei-nere Arm der Stan g en sch nabel in die Rasten der Nuß eingreift, und der lange