Band 
Erster Band.
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Diese Feder besteht ebenfalls aus zwey über cinandar gebogenen Armen, wovon derkurze mittelst einer Schraube und eines Stiftes an dem Bleche befestiget wird, der langeArm aber gegen den Trieb des Deckels seine Wirkung ausübt.

Man hält die Deckclfeder für gut, wenn bey losgeschraubtem Deckel der lange Armder Feder den Mittelpunct des Loches für die Deckelschraubc erreicht, und diese auch nochbeybchält, nachdem schon mehrmahl abgefeuert worden ist. Bey zugemachtem Deckel sol-len die Arme der Feder parallel laufen, und in keinem Falle einen spitzigen Winkel ma-chen; nebstdcm muß der Trieb des Batterie-Deckels auswärts aus der Verticale über denlangen Arm fallen; und sollte der Trieb vertical und sogar einwärts ausfallen, dannhätte die Feder keine Wirkung mehr um den Deckel gegen die Pfanne zu treiben.

Von der Stang enfeder.

Diese Feder besteht auch aus zwey über einander gebogenen Armen, wovon der langemittelst eines Stiftes und einer Schraube an das Blech befestiget wird, der kurze aber aufdie Stange wirkt; ihr Zweck ist, den Stangcnschnabel in der Mittel- und Hinterrast fest zuhalten, damit dieser nicht, durch den Druck der Schlagfeder, aus diesen beyden Rastenheraus gehoben werden kann.

Die Stangcnfcder darf weder zu schwach noch zu stark seyn. Ist selbe zu schwach unddie Hinterrast der Nuß nicht tief genug, so könnte es sehr leicht geschehen, daß durch einekleine Erschütterung der Hahn losgeht; ist sie hingegen zu stark, dann würde sich beymAbfeuern der Abzug zu schwer abdrücken lassen.

Man macht die Stangenfcder so lang als möglich, wodurch dieselbe mehr Schnellkrafterhält, und sich leichter spannen läßt. Das Ende der Feder kann bis an das Stangcnohrreichen, darf aber doch nicht zu nahe daran stehen, weil dann die Stange beym Abfeuerngegen die Stangenfedcr sich klemmen, und in die Mittelrast einsetzen würde. Es ist vor-theilhaft, wenn das Ende des langen Armes mit einem abgerundeten Ansätze versehenist, weil sich dann die Stangcnfeder nicht so auf die Stange stemmen kann, und beymAbfeuern einen sanfteren Abzug gewährt. Ein solcher Ansatz ist auch bey den französischen Schlössern seit dem Jahre 1816 eingeführt.

§. 2. Don der Erzeugung der Schlösser im Allgemeinen.

Nachdem die Bedingnisse hinsichtlich der Gestalt und Wirkung der einzelnen Bestand-theile eines Schlosses auseinander gesetzt worden sind, so wäre es nun bloß eine Sachedes Calculs, um alle Maßen und Gestalten dieser einzelnen Theile sowohl als des ganzenSchlosses zu bestimmen. Allein, um meinen Lesern das sehr mühsame Berechnen und Ent-werfen aller dieser Theile zu ersparen, so wie auch, um sie in den Stand zu setzen, dieLehren und Sperrmaßen, welche für die Erzeugung und Untersuchung der Schlösser noth-wendig sind, verfertigen zu können; habe ich folgende Tabelle entworfen, worin alle Di-mensionen nach einem und demselben Model, nähmlich nach dem Durchmesser des Laufesam Zündloche berechnet, angegeben sind.

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