„vielleicht auch für sich aus der Tiefe aufgestiegen sind” s ).In dem glimmerschieferähnlichen schwarzen Schiefer der Furka,welcher mit Kalkschiefer und körnigem Kalke wechseltund „sehr steil nordwärts unter den Gneussfächer des Galen-stockes einschiesst”, finden sich Belemniten, weshalb Stu-der sie dann auch als jurassische Schiefer bezeichnet 9 ).
Absteigend von der Furka betreten wir das Gombs-T h a 1 und O b e r w a 11 i s. Den meistentheils verdeckten, nord-westwärts fallenden Schichtenköpfen folgend, erreichen wir denprachtvollen Rhodan-Gletscher, welcher aus der vieleStunden weiten Firnmulde durch eine Lücke zwischen demGa len stocke (SO.) und dem Gersten hör ne (NW.) sichherausdrängt, Uber den Rand niedersinkend einen „Gletscher-bruch” erleidet, durch welchen seine ganze Masse in ein wun-derschönes Labyrinth von blauen Pfeilern und Pyramiden vonEis zerstückelt erscheint, und dann, wieder vereinigt, jene aus-gezeichnete, flach sich abrundende Form eines rinnenden Tro-pfens annimmt, durch welche er wie eine riesige Thräne, ge-gen den verflachten Thalboden herabhangend, sich darstellt.Diese Gestaltung, die vollkommen radiale Zerklüftung dervorderen Ausbreitung, das prachtvolle Gletscherthor, mit wel-chem er, in 1786 Meter Meereshöhe, der Mittagssonne zuge-wandt, sich endigt, der merkwürdige Gletscherboden vor sei-nem Ende und die Moränen, deren man nicht weniger als sie-ben in ungleichen Abständen, bis zu 1200 Fuss von dem jetzi-gen Gletscherende entfernt, deutlich genug zu verfolgen ver-mag, geben diesem so leicht zugänglichen Gletscher eine zugrosse Bedeutung für das Studium des Gletscherphänomeps,als dass die Anführung dieser, den Felsbau selber freilich nurverhüllenden Erscheinung einer Entschuldigung bedürfte.
Weder der starke im Sommer aus dem Gletscherthorehervorgehende Bach, noch jener andere, welcher schon weiteroberhalb von der Furka her dem Gletscherbette zuströmt,wird, wie dies schon Scheuchzer hervorhebt, von den Walli-sern als Quell des Rhodan betrachtet. Beide versiegenim Winter. Als R h o dp n - Q u e 11 e n gelten vielmehr drei Briinn-
8 ) Ebendas. I, p. 346.8 ) Ebendas. I, p. 375.