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2 (1857) Die Geologie von Wallis / von G. H. Otto Vogler
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hervortauchen und vergleiche man dann den Flächenraum,welchen dieselbe Schicht in einer Lage cinnelnnen müsste,welche nur annähernd als die ursprüngliche Lage gelten dürfte,in der die Schicht gebildet worden sein kann. Ein solcherVersuch, eine solche Rechnung, eine solche Vergleichung be-weist, dass eine sehr beträchtliche Streckung stattgefun-den hat, welcher genau die jetzige Faltung als Resultat ent-spricht. "Wir bedürfen, nachdem wir so die Faltungen derSchichten als nothwendiges Ergebniss des Wachsthuines derletzteren erkannt haben, keiner weiteren Erklärung für dieEntstehung der Gebirge. Es galt hier nur, die allgemeinstenGrundzüge meiner Theorie der Gebirgserhebung zu entwickeln.Zu diesem Zwecke genügt es, bewiesen zu haben, dass fortund fort, so lange es regnet, so lange die Flüsse fliessen, undso lange Seeen und Meere einen Theil der Erdoberfläche be-decken, Berge wachsen müssen. W'elche Beziehungdieses fortwährende Wachsen der Berge zu dem Phänomeneder Erdbeben habe, das werde ich später entwickeln. Auchwerde ich später die Gelegenheit finden, zu zeigen, wie dafürgesorgt ist, dass auch die Berge nicht in den Himmel wachsen. Wir kehren zum Ufer des Rhodan zurück!

W r eiter abwärts gegen Oberwald findet man auch imThale selbst Spuren der antikliualen Lagerung, indem die sichentgegenstehenden Flügel der beiden Mulden stellenweise sichbeide auf der nämlichen Seite des Thalgrabens befinden. Estreten Schichten hervor, welche, wie die des Betzbergesund der Furka, gegen Nordwest unter den Gebirgsrücken derG r i m s e 1 einschiessen; noch immer sind es schiefrige Feisenverschiedener Art. Dann wieder erscheinen, noch oberhalbOb er wald, Schichten auf der rechten Thalseite, welche,offenbar der Mulde der linken Thalwand angehörig, gegenSüdost, also zunächst gegen den Thalgrund, fallen, um sichjenseit unter dem Gebirge einzusenken. Aber noch vor Ober-wald , in der Nähe der kleinen Nikolaus-Kapelle, trittnun der Kalkstein auf, bläulich bis schwärzlich, stellenweisglimmerreich, mit nordwestlichem Fallen und immer mit dembisherigen unveränderten Streichen von Nordost gen Südwest,unter den Gneuss und die übrigen krystallinischen Silikat-Gesteine einfallend, welche ihm, wie am Betzberge im