15
Dom Recognoseiren.
gar der heftigste Seiten-Wind hierinne keinen Unter-schied mache. Hingegen, wann der Wind mit demSchalle in einerley Linie oder Richtung gehet, so wirddie Geschwindigkeit deö Schalles schneller, oder langsa-mer, nachdem der Wind stark oder schwach, mit odergegen dem Schall ist. Auch im letzter« Falle ist dieGeschwindigkeit des Schalles immer noch zu berechnen:Denn ich darf nur in nemlicher Richtung von einemOrte, dessen Weite mir genau bekannt ist, ein Stückabfeuern, oder eine Raquette steigen lassen, und nach ei-ner Secunden-Uhr genau sehn, in welcher Zeit, nachaufgegangnem Blitz, (§. 26.) ich den Knall höre, si>habe ich einen neuen Maaßstab, nach welchem ich dieverlangte Weite messen kann, (und wenn ich wissenwill, um wie viel der Wind die Geschwindigkeit desSchalls vermehrt oder verspätet, so darf ich nur 17;^von den gefundnen abziehn.
Dieses also vorausgesetzt, darf man nur mit einerSecunden-Uhr genau auf den Blitz, oder Rauch desSperr-Schussee, Achtung geben, und die Secunden biszum Knalle zählen, diese alsdann mit 17;° (wenn nem-lich der Wind nicht in nemlicher Richtung gehet) mul-tipliciren, so bekommt man die Weite sehr genau.Man kann auch auf diese Art erfahren, wie weit einCorps, welches zu uns stossen, ober eine belagerte Fe-stung enrfttzen soll, entfernet sey, da man sich dann,wenn die Entfernung nicht allzuweit, und die Luftnicht entgegen, r. oder 4pfündiger Raquetten mit be-sondern starken Schlägen bedienen kann.
III. Haupt-