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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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i8o II. Theil. IX. Hauptstück.

man es versenken öder einschneiden, damit man vondem hohen Walle darüber wegschießen könne, welche-aber, zumal bey Nachtzeit, immer gefährlich ist.

Durchschnitt auf sandigten Boden.

§. 28;.

Bey dergleichen Boden ist die innere Verkleidungunumgänglich nöthig, ja bey ganz todten Sande mußman sogar, will man anders schön und dauerhaft bau-en, auch die äußere Abdachung, zumal bey Batterien,verkleiden; Denn wenn man auch den Sand endlichmit vieler Mühe zum Stehen gebracht, und alles reinund glatt gemacht hat, so rollet doch der Sand, sobalder trocken wird, von der Brustwehr herab in den Gra-ben, und der geringste Wind oder Regen macht großeRisse und Löcher hinein, und füllet den Graben wie-der aus, so daß es in kurzer Zeit fast keiner Brustwehrmehr ähnlich sieht; Ucbcrhaupt ist es sehr mühsam undbeschwerlich, im Sande zu bauen. Zum Glück ist derBoden sehr selten durchaus Sand, sondern hat entwe-der oben eine Rinde von guter Erde oder Rasen, oderman findet unten, wenn man etliche Fuß in die Erdekommt, bessern Boden, welchen man dann zurück hal-ten, und die Brustwehren damit überziehen oder doßi-ren muß.

Die Anlage und Eintheilung zeigen die Plans VI.und VII. nemlich die Durchschnitte 6. U. I. gegen schwerGeschütz, und X. I.. U. gegen klein Gewehr. DieStärke der Brusiwchre ist bey 6. H. I. so wie bey -VII. und c. l r. Fuß. Die ganze Anlage der Brustweh-re aber bey 6. l8, bey H. 19^, und bey I. ri.Fuß.

Zur innern Böschung wird bey allen Durchschnit-ten im Sande 2. Fuß gegeben, zur äußern aber giebt

man