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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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184
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i84 II Tkeil. IX. Hauptstück.

ivärtS um einen halben Fuß vertieft, und mit einem klei-nen Gräbgen versehen ist, damit das Alegenwasser ab-laufen kann.

Dieses geschiehet auch beym Einschneiden, wennnemlich der Graben nicht vor, sondern innewendig derVerschalung gemacht wird, da man denn nach derBreite des Grabens l. bis i^. Fuß zum Abhänge giebt.

Die Durchschnitt« 8. und 1'. sind auf nemliche Art,jedoch gegen Geschütz eingerichtet, nur mit dem Unter-schiede, daß man im erster» die Tiefe, im andern dieHöhe gewinnen wollte, des crstern gebraucht man sichgemeiniglich zum Einschneiden. Der Durchschnitt 17.ist gleichfalls gegen Geschütz, aber der im DurchschnittR. gezeigte Fall, die Soldaten hoch zu stellen, angenom-men Im Durchschnitt V. ist angenommen, daß derFels nur >. Fuß tief Erbe habe, dahero die Erde, so-wohl vor-als rückwärts der Brustwehre, weggenom-men, und selbige davon erbauet worden; und weil dieohne Graben befindliche Brustwehr leicht zu ersteigenist, so hat man Spanische Reiter vor selbe gesetzt, wel-che aber zusammen gehängt, und an dem Boden oderdie Brustwehr befestigt werden müssen. Dieses aberfindet nur statt, wenn man nichte von feindlichen Ge-schütz zu besorgen hat, denn gegen eine Canonade sindSpanische Reiter, sowohl vor der Brustwehr, als vordem Graben, mehr gefährlich, als nützlich, weil die Ku-geln sie nicht allein zerschmettern und öfncn, sondernauch die von legiern herumfliegenden Splitter die Be-setzung in der Schanze verwunden. In den Durch-schnitten wird gezeigt, wie man sowohl von aufge-stellten als gelegten Schanzkörbrn in der Geschwindig-keit eine Brustwehr machen kann, welche aber nur aufklein Gewebr ist. Dieses gehet auch von Fässern, mitMist gefüllt, desgleichen von Sand und Wollsäcken, an.

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