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aus dem großen Garten bei Dresden zu vertreiben, welchesnamentlich die Jäger mit dem Frei - Bataillon nach einemkurzen Gefeckt ausführten, worauf sie sich in dem großenGarten festsetzten. Den Tag darauf griffen die Jäger mitdem gedachten Frei-Bataillon die pirnaische Borstadt an,welche der Feind auch nach einem kurzen Widerstand verließ.Bei seinem Abzüge in die Stadt wäre es den erwähntenTruppen fast gelungen, mit ihm zugleich in dieselbe hineinzu dringen.
Nach Aufhebung der Belagerung von Dresden bliebendie Jäger bei der Armee in Sachsen unter Befehl des Gene-rals Hülsen. Es wurden die in Siebeneichen stehenden 2Fußjäger-Kompagnieen am 13. August vom Feinde angegrif-fen und durch eine starke Kanonade genöthigt, ihren Postenzu verlassen, worauf sie sich in den Weinbergen zwischen Kor-bitz und Meißen aufstellten. Von hier marschirten sie mitdem ganzen Corps in das Lager von Strehla , welches am18. August genommen wurde, und besetzten in der genomme-nen Stellung mit dem Frei - Bataillon Wunsch die vor derFront liegenden Dörfer Oppitsch, Groß-Kügeln, Neusten,Zauschwitz, Klanschwitz, Lubschütz und Laas. Noch an dem-selben Tage wurden sie theilweise in ihren Posten angegrif-fen. Anfangs vertrieben, behaupteten sie sich mit Hülfe eini-ger ihnen gesandten Unterstützung und nahmen ihre Postenwieder ein.
Bei dem am 20. August beabsichtigten Ueberfall auf dasfeindliche Lager waren die Jäger unter Befehl des Oberstenvon Kleist vorzugsweise zum Angriff des Defilees bei Lau newitz mit der Ordre bestimmt, später, wo möglich demFeinde in den Rücken zu kommen. Der Ueberfall kam nichtzur Ausführung, weil der Feind sein Lager verlassen hatte,um die diesseitige Stellung selbst anzugreifen. Bei diesemAngriff standen die Jäger im Walde, links des dürren Ber-ges, mit 2 Bataillons Infanterie. Bei einer rückgängigenBewegung des Corps erhielten die Jäger die Bestimmung,nebst einem Grenadier - Bataillon das Defilee bei Schirmitz zubesetzen, um sich dessen dadurch zu versichern, weil solches bei