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kiirisis ein Gefecht gemeinschaftlich mit den beiden beimBorckschen Corps befindlichen Jäger-Kompagniem, wovonan seinem Orte bereits das Nähere gesagt ist, und in wel-chem die Schützen auf dem linken Flügel agirend, sowohl beiVertreibung des Feindes von den bewachsenen Anhöhen undWeinbergen, als bei den Gefechten in den Büschen sich rühm-lich benahmen und einen großen Theil der an diesen Lagengemachten Gefangenen einbrachten.
am 30. März nahmen die Schützen keinen thätigen Antheilund waren nur einige Zeit dem heftigen feindlichen Kanonen-feuer ausgesetzt.
Die Begebenheiten dieses Feldzugs waren hiermit fürdas Schützen-Bataillon völlig beendet.
Außer dem bis jetzt erzählten Antheil, welchen das Ba-taillon an diesem Feldzuge genommen, waren 40 — 50 re-konvaleszirte, aus den Lazarethen kommende Schützen, beidem Corps des Prinzen Biron von Kurland in Nancy at-tachirt worden, welche vorzügliche. Zeugnisse über ihr wüthi-ges und gewandtes Benehmen bei den verschiedenen Gefechtendieses Corps mitbrachten. Es waren dabei 1 Unteroffizierund 4 Schützen getödtet und verwundet worden. Einer be-sondern Erwähnung verdient dabei das Verhalten des Schü-tzen Ferdinand Hocke, der bei einer Detachements-Ent-sendung gegen die insurgirten Bauern in der Gegend vonNancy ganz allein 14 Gefangene dadurch machte, daß erdurch vielfältiges Kommandiren und Zurufen die Leute glau-ben machte, als wenn in einem in der Nähe befindlichenGebüsch mehrere Preußen wären.
Das Schützen-Bataillon verblieb nun beim Armee-Corps,zunächst 4 Stunden von Paris auf der Straße nach Orleans vorgeschoben, bis zum 10. April, bezog dann Kantonirun-gen bis zum 18. Mai in der Pikardie, marschirte dann nachMons , von dort nach Verviers und im Monat August nachAstinet bei Achen, woselbst es bis zum März 1815 verblieb.