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1 (1834) Was sie waren - ihre Geschichte / von Carl Friedrich Gumtau
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kiirisis ein Gefecht gemeinschaftlich mit den beiden beimBorckschen Corps befindlichen Jäger-Kompagniem, wovonan seinem Orte bereits das Nähere gesagt ist, und in wel-chem die Schützen auf dem linken Flügel agirend, sowohl beiVertreibung des Feindes von den bewachsenen Anhöhen undWeinbergen, als bei den Gefechten in den Büschen sich rühm-lich benahmen und einen großen Theil der an diesen Lagengemachten Gefangenen einbrachten.

In der Schlacht von Paris

am 30. März nahmen die Schützen keinen thätigen Antheilund waren nur einige Zeit dem heftigen feindlichen Kanonen-feuer ausgesetzt.

Die Begebenheiten dieses Feldzugs waren hiermit fürdas Schützen-Bataillon völlig beendet.

Außer dem bis jetzt erzählten Antheil, welchen das Ba-taillon an diesem Feldzuge genommen, waren 40 50 re-konvaleszirte, aus den Lazarethen kommende Schützen, beidem Corps des Prinzen Biron von Kurland in Nancy at-tachirt worden, welche vorzügliche. Zeugnisse über ihr wüthi-ges und gewandtes Benehmen bei den verschiedenen Gefechtendieses Corps mitbrachten. Es waren dabei 1 Unteroffizierund 4 Schützen getödtet und verwundet worden. Einer be-sondern Erwähnung verdient dabei das Verhalten des Schü-tzen Ferdinand Hocke, der bei einer Detachements-Ent-sendung gegen die insurgirten Bauern in der Gegend vonNancy ganz allein 14 Gefangene dadurch machte, daß erdurch vielfältiges Kommandiren und Zurufen die Leute glau-ben machte, als wenn in einem in der Nähe befindlichenGebüsch mehrere Preußen wären.

Das Schützen-Bataillon verblieb nun beim Armee-Corps,zunächst 4 Stunden von Paris auf der Straße nach Orleans vorgeschoben, bis zum 10. April, bezog dann Kantonirun-gen bis zum 18. Mai in der Pikardie, marschirte dann nachMons , von dort nach Verviers und im Monat August nachAstinet bei Achen, woselbst es bis zum März 1815 verblieb.