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Clodh
konte, muste er seine Charge^ltttce«/ begab sich nad) Bretagne ,V mit dem Hertzog sohanneKrieg. Doch vertrugen sie sich^ wieder mit einander. Wor-auf Cljffsn den 24 April Anno 1407seinem Schlosse Josselin diesesweltliche gesegnete. Iderera^ Hist.* el *frmce.
C 1 °dh, cioet (Friderich von)
öbl’tftev und Gouverneur
„ ZuNeuß.
. ' s - t war aus einer alten ansehnlt-^ Adelichen Familie im Ertz-^'fft Cölu gebühren,und ein Sohn, wekher der Hertzoge9?^ Lüneburg General gewesen.Mangs diente er, als einer der^formirten Religion Zugethaner,aj Hugonotten in Franckreich alsmmeisier. Iiachgehends be-^ ^ sich ^ Grafenö Adolphi von‘ ey nar und Moeurs Dienste, imk/Gebhardi von Trud)fts,wi'rnestum Churfürsten zuCölln,^ seiner Stelle war erwehletg ^En , und ward Obrister. Als
Cöhorn
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»vi u(cu|3 am Iatzrmarcrtö-La-<rC er eine große Anzahl seiner^ ^'daten als Kaufleute hinein pra-ln c ‘ tet hatte, mit List bemächtigte,ec ^ssen Obristen Clodh zum«Urin ^ ant>stnten darinn. Es hielt sich
und that dem Churfürsten-tz)/ uiit Streifereyen großen^ - Cr vermehrete und ver-^uch die Befestigungs-Wer-Stadt in großer Ge-dix^^Skeit. Als Jahres drauf
panier gedachte Stadt, mit ei-
ner ansehnlichen Armee belagerten,that der Obriste Clodh unterschiede-ne glückliche Ausfälle, und jagte dieFeinde öjfters biß ins Lager zurück.Doch wurde dieses ihm vor einengroßen Fehler ausgeleget, daß, da dieStadt Neust,welche es noch mit demabgesetzten Churfürsten GeorgeTruchsessen beständig hielt, den Be-lagerern einen Stillstand accordiret,und sich unterdessen Friedens-Vor-fthläge thun laßen, er dennoch zuge-geben, daß ein Theil der Bürger-schafft,währendes Stillstandes, heff-tig aus der Stadt geschossen, undsich hernach damit entschuldiget,daßer solches nicht gewust, sondern ebendazumal geschlafen hätte. Diesesverursachte, daß die Belagerer einenSturm wagten, und die Stadt, un-geacht dcrCommandantClodh,nebstderBesatzung/Mit fast unglaublicherFurie, sich den Feinden widersetzte,eroberten, und darinn aufs grausam-ste Hauseten. Clodh ward alsbaldgefangen, und ihm ein Jesuit zuge-schickt/der ihn in einerViertel-Stun-de zum Tode bereiten solte; er wolteaber von der Catholifchen Religionnichts hören,und ward darauf stran-guliert, und nebst einem ReformirtenPrediger, wie auch einigen anderndieser Religion, denen ReformirtenBürgern zumSpecstacul, zum Fen-ster hinaus gehangen. Seine Frauund Tochter aber wurden untergnugfamer Sicherheit aus derStadt gelassen. . k Strada de hedaBelgico.
Cöhorn (Menno) Holländi-scher General-Lieutenant.
Er stammet her von dem bekan-ten Mennone Simons, welcher den