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Colalto
Colalto
schickte. An. 1624 muste er demSpanischen General Spinola, derdie Vestung Breda belagerte/ in denNiederlanden zu Hülste kommen,nach deren Eroberung er wiederum«ach Teutschland kam, und alsKay-seclicher Feld * Marschall in demOber - Sächsischen Creyße com-mandtrte. A. 1626, da er mit demKayserlichen General Wallensieinin Mißverständniß gertekh, gieng erohne dessen Willen von der Armee,und wurde auf Kayserlichen Befehlzu Präge arrestirek, muste sich auchdes Hofes enthalten; doch wurde erbald wieder ausgesöhnet, und mitdem General Wallensiein verglichen.Wiewol er dennoch abdanckte, undsich an den Kayserlichen Hof begab,woselbst er Hof-Kriegs-Raths.krX-lläent wurde; und als An. 1627 derKayfer von ihm ein Bedencken we-gen dergeistlichenGüter,zu deren Re-stitution man die Protestantenzwingen wolte, verlangte, gab er sol-ches schrifftlich dergestalt, daß er dieExecution auf solche Güter zumhöchsten widerriekh, indem solchesohne Zweifel einen Religions-Kriegnach sich ziehen würde. An. 1629comrnanäirte er die Kayferliche Ar-mee, welche wider Carolum Gonza-gam, Hertzogen zu Mancua, nachItalien geschicket wurde, und nahmOlliam,dem Printzen von Bozzuolozuständig,mit List weg; Weil er aberzuMayland in eineKranckheit ver-fiel, und desfalls zu Lodi lange zuBette liegen muste, muste er dasCommando dem General - Majorvon Altringer überlassen. A. 1630unterredete er sich mitCaroloEma-nuele Hertzogen von Savoyen zuCarmsgnol?, und eroberte die
Stadt Mantua in selbigem Iah^durch Verrätherey, und ließplündern. Einige melden, daß ^damals erst vonderRepublicVeU^dig bannisiret; sintemal selbigedem Hertzoge von Mantua inantz stunde, auch thut man hinzu/ dapihm prophezeyet worden, es würd*durch ihn sein Vaterland verwüstworden,welches ervonVenedigve^standen, bey Mantua aber sey es c>^getroffen, weil er daselbst gebohrtund zu Venedig auferzogen wordenIm übrigen wurde, er an dem K^schlichen Hofe zu dieser Zeit bcsch^diget, daß er in einen dem KönigsSpanien schändlichen StillcstaU^der Waffen gewilliget,und derR^blic Venedig iävoriüret hätte,ber er in Kayferliche Ungnade ve^fiel,und aus Italien von seinen A<^onen Rechenschasft zu geben, zu^gefodert wurde. Da er nun aufser Reise nach Regenspurg, allivo MKayser sich damals aufhielt, begchfen war, verfiel er in eine Kranckh^und starb zu Chur in Graubündtt"/im Monat Decemb. des Jahresim sisten Jahre seines Alters. &ne Gemahlin war Bianca 'Gräfin von Thurn, ElieroN^Xchenccslai, Grafens von Th>uTochter, mit welcher er zwey
Claudium und Antoniüm kea"scum,rnii) eine Tochter fuliam, die .
Grafluliumzu Salm verhcyr^worden, gezeugethat. Der«"Sohn Claudius istAnno 1661 i" 1 fJahre seines Alters als KalsserM^
ReichsHof-Rath verstorben u»>o^,
sich durch unterschiedeneschafften bekant gemacht. Ant» ,Franciscus wurde würcklichet ^serlicher Geheimder Rath / ^
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