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Historisches Helden- und Heldinnen-Lexicon : in welchem das Leben und die Thaten derer Generalen, Admiralen, Feld-Marschalle, Obristen, Capitains, wie auch anderer Personen männlichen und weiblichen Geschlechts von allen Nationen, die sich von denen ältesten biss auf gegenwärtige Zeiten in den Kriegen zu Wasser und Lande, oder bey andern Gelegenheiten, durch ihre Tapfferkeit einen besondern Ruhm erworben, in alphabetischer Ordnung mit bewährten Zeugnissen vorgestellet werden / nebst einer nöthigen Vorrede und Register, heraus gegeben von Johann Friedrich Gauhen
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413-414
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Colalto

Colalto

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Einömals schickte ihm der, worden, wiewol der Bann nicht öf-Hertzog Oaleariuz Lborria von j fentlich pnbUciret wurde. Er

fiT^! önb einen Fuchs/ in einem-^ eingesperret, zumkrTlsm, und* ücrjlcljcn Qcbctt/

( Zwar ein kluger und verschmitzt^ General wäre, der aber dennoch°nejenr andern könte an List über-eilen und gefangen werden. Co-& l0 ni sendete hierauf zu einem Ge-^geschenck eine Dohle, mit einerDauben, Schuhen und zwey silber-Schellen angethan, und deutete^ ^an, daßOaleatiuz von einem^hassten und klugen Printzen

als die bloße äuserliche Ge

st«l!

und Zierde an stch habe.

tz^nck iin großen Helden

^ojgrer deRu^e stehe UKar.

^oiai t() CR am boldus) Gras zu s alvatore &c. KayserlicherGeneral.

^fti Var aus einem alten Gräfli-sej^^^schlechte gebühren, welcheslie», . ^Mm-Hauß Lolalco inIta-. / M der Treviser Marck gelegen,^ schon Atz. 959Kambol-

di na t n g Colalto und Herr juLova-o 1 3^uesen. Dieser Ge-nij^. olalto war ein Sohn^nro-^"suugs zum geistlichenH« a-^^idmet, und Abt zu Ner»hcrnachmals aber sich^«ra^ ^^^lla^ntonii Taurelli,Htath!, 6 * w Gasa Tochter vcr-® ? 5cUoef ' biesen RamboldumSuf gebohren

*Xe»v*:L*. ^üdiis und anständiaeii

dtiio c ' und anständigen^"l^zogen, in seiner Im^dex ev^^u eines Verbrechens,

begab stch also in den Krieg, unddiente unter dem Oeorg Laüa, wieauch unter Georg Ruprecht von Eg-genberg,wider die Türcken, conrinu-irte auch seine KrtegS-Dienste unterden drey Kaysern Rudolpho ij,Mat-thia und Ferdinande» II. Auf desletztem,ehe derselbe noch Kayser wur-de, Befehl, nahm er nebst dem Gra-fen Heinrich Dampierre und Sieg-fried Breunern, den Cardinal Mel-chior Cleseln, des Kaysers Matthiaevornehmsten Staats- Minister, An.

1618 zu Wien in Arrest. Bey An-fang des Böhmischen Krieges, dien-te er als Oberster unter dem Grafenvon Bucquoy, und befand sich An.

1619 in dem Treffen bey Gomnitz.An. 1620 schickte ihn der Kayser alsGesandten auf den UngarischenReichs-Tag nach Neufol,woselbst erden Stuhl des Oabriel BerblemS,der über feinen gestellek war, hinwegthat, zugleich den Degen auszog, sei-lte Stelle, die ihm als KayserlichenCommissario zukam, zu behaupten.A. 1621 gieng er mit einigen Kayser,lichen Völckern wider den Grafenvon Ludiani, denselben zum Gehor-sam zu bringen, erlitte aber in demRückwege einigen Schaden. ImJahr 162z wolte er mit seinem Regi-mentvonzoooMann starck, zudemGeneral Tilly stoßen, und durch dasHenneberg-und Haßifche marchiren:weil ihm aber die Pässe verhauenwaren, nahm er einen andern Wegzu Schiffe den Mayn und Rhein ,herunter, und kam also zu dem Ge-neralTilly, der ihn aber noch im selbi-gen Jahre nebst etlichen andern wi-

rR 2 ^ -ocrorecyens, gen ^)aylc ctttu/enanvrrn wl-

chublicVenedig banmliret! der den Bethlem-Gabor in Ungarn

schickte.