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Johann Heinrich Gottlobs von Justi ... Anweisung zu einer guten deutschen Schreibart und allen in den Geschäfften und Rechtssachen vorfallenden schriftlichen Ausarbeitungen ...
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von der Ordnung des Vertrages. IZZ

Stücken größerer Aufsätze und Reden findet man die Bey.spiele umgekehrter Chrien. Warum aber? die natürlicheOrdnung der Gedanken und die Folge aus dem vorher««-henden hat es erfordert, den Beweis oder die Erläuterungvorauszusehen, daraus aber siehet man eben, wie unscbicklichuns widersinnig es ist, dergleichen Drücke einer Rede alsbesondre Chrien anzusehen.

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Gleichwie nun der Ursprung dieser umgekehrten Chrien sehrschlecht ist: so haben fie auch in Ansehung ihrer Einrichtungwenig Grund vor sich. WaS vor ein vernünftiger Grundkann wohl vorhanden seyn, daß man eine Erläuterung deSHauptsatzes gleichsam aus dem Zusammenhange Herausreisset,solche voransetzet, die Hieim als ein Haupttheil der Chriedaraus macht, und solche vom neuen erkläret, erläutert undbeweiset, die übrigen Erläuterungen aber an ihrer ordentli-chen Stelle hinter dem Hauptsatze bleiben läßt. Da soll nunein junger Mensch unter verschiedenen Erläuterungen dieschicklichste herauslesen, welche Wahl ihn gewiß nicht leichtankommen wird: und diese Last bürdet man ihm ohne Nothwider die natürliche Ordnung des Vertrages auf, vielleichtbloß, daß er sich um so eher gewöhnen möge, seine Gedan-

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anbringen, bald mit einem Stück von ihrem Ansuchen her-ausrücken, sodann wieder einen Bewegunasgrund anbrin-gen , ohne daß sie auf den geringsten natürlichen Zusam-menhang denken. Solche Köpfe sehen gemeiniglich mehrauf die Schönheit und den Nachdruck der Gedanken undAusdrücke: und ihr Aufsatz scheinet auf den ersten Anblicköfters sehr wohl gerathen zu seyn. Allein man darf ihnnur mit Aufmerksamkeit erwägen; fo wird der Mangelder guten Ordnung bald merklich werden, und mau wirdurtheilen, daß die Schrift viel schöner seyn würde, wennman eine natürliche und auf die Sache gegründete Ord-nung beobachtet hätte. An sich selbst ist es wider alle ge-sunde Vernunft, daß man eher eine Sache beweisen kann,ehe man angezeiget hak, was bewiesen werden soll. Folg-lich würde eine solche Schrift ungereimt seyn, wenn mannicht wenigstens vorher die Sache kurz berührte.