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Johann Heinrich Gottlobs von Justi ... Anweisung zu einer guten deutschen Schreibart und allen in den Geschäfften und Rechtssachen vorfallenden schriftlichen Ausarbeitungen ...
Entstehung
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488 Zweyter Theil, v Hauptstück, u Abschnitt,

i.

Ausführliche Vorstellung

Der Unterthanen einer Amtspflege an denAmtShauptmann, wegen verschiedenerBeschwerden.

Hochwohlgebohrner Herr,

Gnädiger und Hochgebietender Herr Amts-Hauptmann!

Die erhabenste Leutseligkeit, mit welcher Ew. Hochwohl»gebohrne Gnaden die Bedrängniß armer Unterthanen anzu»hören, und denselbigen billigmäßige Linderung zu verschaffengewohnt sind, machet uns den zuversichtlichen Muth, einenTheil unsers Elendes zu Dero Füßen zu legen, und Diesel»den um ein erbarmendes hülfsvolles Mitleiden unterthäm'ganzuflehen.

Nachstehende Punkte sind diejenigen, in welchen umEw. Hochwohlgebohrncn Gnaden mächtigsten Beystand undVorspruch wir demüthig bitten:

i) Der Preiß des Busch-und Klafterholzes ist, seit ei»nigen Jahren, dermaaßen als an keinem Orte hiesiger Gegen,den, gesteigert worden. Ein thlr. vor ein Schock Reis» unddrey thlr. vor eine Klafter Scheitholz, ist eine Summe, diebey den itzigen nahrloscn Zeiten, für uns, die wir zum Theilunsern Hunger kaum mit dem trocknen Thränenbrodte stillenund unsre Blöße mit den armseligsten Lumpen bedecken kön»nen, unerschwinglich ist.

Dienste und übrige Abgaben sind so überhäuft, daß wiruns alles Verdienstes und Erwerbes, zu unsrer Aufrecht-erhaltung, dabey entsetzet sehen. Unser weniger Ackerbau er-giebet fast nicht das nöthige Brodkorn und die erforderlichenOtters: Und diejenige», so dergleichen nicht besitzen, sind nochweniger vermögend, von ihrer sauern Handarbeit und bau»fälligen Hüttchen auch nur das allergeringste zu erübrigen.

Betrüb.