5Z4 Zweyter Theil, v Hauptstück, lil Abschnitt,
vorzubringen, worunter dasjenige, so sie kol. 44 teg. an.giebt, eines der abendtheurlichsten ist, und einer Comödienicht unähnlich siehet, nämlich: -
2z) Jnquisit wäre vor ohnqefehr 4 Jahren betrunkenaus der Schenke nach Hause gekommen, habe Beil undStrick zusammen geholet, zwey ziemlich große Stöcke zu.rechte geschnitten, und habe sie damit umbringen wollen, wo.gegen sich aber Denuncianlinn gerettet, indem sie zum Fen.ster hinaus gesprungen, und sich bey dem Nachbar rctirirethätte. Was Denunciantinn nicht sechsten vollends anzubrin-gen sich getrauet, das lasset sie durch einen zwar dummtrek.sten, aber jungen ramaßirten 29 jährigen Menschen, JohannGeorge P. der sie Tag und Nacht bewachen müssen, Viel.kol. 25 b er 26 b 27 a et l> kol. zi Lc. aus was Ursachen,lässet sich aus dieses Johann P. alleggris folüz bestndlicheAussage, ziemlich deutlich erkennen, bewerkstelligen. Wiedenn dieser kol. 26 leg. zu erzehlen weiß:
24 ) Das; Jnquisit gedachtes sein Eheweib emmals miteiner Pfrieme, so er mit sich iuö Bette genommen, umru-bringen gedrohet habe, weil sie sich nicht zu ihm ins Bettelegen wollen. Dieser angestiftete Zeuge, aus dessen Wä-scherey auch das Oenunciacum kol. 2 herrühret, will fernerJnquisiten
2;) damit graviren, als wenn dieser die Worte gespro-chen hakte: Er wollte, daß sein Haus gegen über unter derLinde stünde; so wollte er es gleich anstecken. Nicht weist,ger rühret von dieses Johann George P. kol. 28 b geschehe-ner vermcynten Anzeige her, daß
26) Jnquisit gesagt haben soll: Bey mir ist der heil.Christ gar schlecht gekommen, meine Frau hat mir eine Sup-pe gekocht, worinnen das Brod als ein paar Hirtenhundeherum geschwommen; hier liegt mein Mittagsbrod in derStube.
27) Soll Jnquisit gegen diesen P. am heil. Weih-nachtrabende gesaget haben: Nachbar, denket ihr nicht, daßich meine Frau um das Leben bringen und aufhängen will?
wahr-