598 Zweyter Theil, vi Hauprftück, i Abschnitt,
form, fremden Betrachtungen und unbilligen Leidenschaftenlieber sollten aufopfern wollen. Gegeben rc.
VI.
Kriegs-Declaration Sr. Majest. der Königinn vonUtlgarn und Böhmen wider Frankreich, imJahr 1744.
Wir Maria Theresia von Gottes Gnaden zu Hungarn,Böhmen, Dalmarien, Croatien, und Slavonien rc. Kö-niginn, Erzherzoginn zu Oesterreich, Herzoginn zu Bur-gund, zu Braband, zu Mayland, zu Sleyer, zu Kärnthen,zu Crain, zu Mantua, zu Parma und Piacenza, zu Lim»bürg, zu Lützemburg, zu Geldern, zu Würtcmberg, Ober.und Nieder. Schlesien, Fürstinn zu Schwaben und Sieben-bürgen, Marggräfinn des H. Röm. Reichs, zu Burgau, zuMähren, Oder. und Niederlausitz, gefürstete Gräsinn zuHabspurg, zu Flandern, zu Tyrol, zu Pfird, zuKyburg,zu Görz, zu Gradisca, und zu Artois, Grasinn zu Na-mur, Frau auf der Windischen Mark, zu Porcenau, zuSalinS und zu Mccheln rc. Vermählte Herzoginn zuLothringen und zu Barr, Großherzoginn von Toscana rc.Thun hiermit kund jedermanniglich, bellen es zu misten nö.thig. Wie heilig und aufmerksam Wir nach BesteigungUnsers väterlichen.Throns, die mit sämmtlichen Europäi-schen Machten errichtete, theils Friedens-und Freundschaft-und theils Bündnißtractaten zu erfüllen Uns angelegen seynlasten, ist eine ohne daLWeltkündige, und destoweniger zuwidersprechen mögliche Sache, als an mehrcrn Orten, zuViel hierunter von Uns beschehen zu seyn, geglaubet werdenwollen. Gleichwohlen hat diese Unsre Aufmerksamkeit dieKrön Frankreich abzuhalten nicht vermöget, den wenigeJahre zu vorhcro beschwornen Frieden zu unterbrechen; dieUns feyerlichst gaasntirke Erbfolge anzufechten; zum Nach-theil Unsers Erzhauses nicht nur an allen christl. Höfen, son-dern so gar auch bey der Ottomannischen Pforte, zu derselben
auf