von den Hof - und Staats r Reden. 667
zu schwören bereit feynd, darüber ablegen zu lassen, aller-gnädigst geruhen wollen. Welches unser devotestes Begeh-ren, wie wir es verhoffen, ziemlich und der Billigkeit gemäßzu seyn scheinet, also erwarten wir, im Namen Ihro Durch!,unsers gnädigsten Fürsten und Herrn den allergnädigstenBefehl, in tiefster Submißion, darüber.
XIV.
Danksagungs * Rede
Bey eben dieser Belehmmg gehalten, von Herrn IulioWilhelm von Siegmann.
So jemals ein Haus und Familie im Reiche Ursachehak, Ew. Kaiser!. Majestät und Dero hohen Erzhause mittiefster Devotion verbunden zu seyn; so ist es gewiß daszwar kleine, aber uralte Haus Mömpclgard. Denn dieGnaden und Wohlthaten, so es von Zeiten zu Zeiten genossen,haben mit dem Ursprünge dieses Glorwürdigsten und in derganzen Welk einzigen Erzhauses den Anfang genommen, undwähren noch bis auf diese Stunde.
Rudolph von Habsburg, der Stifter des Erzhauses, einKaiser der kein Reich mehr fand, sondern nach heb ««zehn-jähriger Zergliederung, aus denen zerfallenen Stücken gleich,sam ein neues wieder erbauetc, da er in seinem Alter sichdurch eine andermalige Ehe vergnügen wollte, dann Gotthatte die erste durch den Tod getrennek, heyrathete des Gra-fen Regnauld zu Mömpclgard Fräulein Schwester, Agnesgenannt, und suchte in Dero anwachsenden Jahren die Er-quickung seiner abgehenden Zeiten. Die Nachfolger diesesgroßen Kaisers haben Mömpclgard mit der Gnade angesehen,daß sie diese Reichsgraffchaft, gleich denen Fürstcnthümern,allezeit in hoher Person unmittelbar verliehen, und sie alsoder Fürstenthümlichen Würde viele Jahrhunderte vorhertheilhaftig gemacht haben, ehe sie solches Namens undRangs yak genießen mögen. Keine mindere Gnade besitztMömpclgard darinn, daß da fast alle hohe Reichslehen alleinan das Schwerdt verbunden sind, Mömpelgard sowohl auf
die