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Erster Band.
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Sauers toffgas^'

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Es ist sehr merkwürdig, clafs die dephiogistisirte Luft, wenn man den Ma-terialien, woraus man sie bereitete , einen starken Grad von Hilzc gegeben hat,insgemein trüb aussieht. Dr. Priestley macht hierüber die Bemerkung, dadie dephiogistisirte Luft , wenn sie noch so heifs sei, in der That eine beträcht-liche Menge von Erde enthalte, so sei es sehr wahrscheinlich, dafs sie auchbei der gewöhnlichen Temperatur der Atmosphäre noch etwas von dieser Erde beisich habe. ( Cavallo in der Abhandlung über Luft , S. 492.) 1) 2)

hohmg mehrerer seiner Versuchs zu verstopfen suchte ; aber es blieben dcnnqch sehrviele Felder möglich durch die Schwierigkeit, die Gasarten rein und trocken zu erhal-ten, die sehr wiükühiliehe Schatzung des Verhists im Wärme , die in die Atmosphäredes Gefäfses, das die Gasarten enthielt, iibergieng, die Unmöglichkeit, die Gnsarlcn beiAnwendung eines Sandbades Uber SO’ zu erhitzen u. dgh Alle diese Gründe rechtfertigenden Argwohn, dafs C r aivfor ds Versuche nicht als Basis zu der Bestimmung der Ca.pacitätcn der Gasarten mögien dienen können, und dafs seine Methode nicht fehlerfrei sei,

4) Am ersten August 177 i entdeckte Priestley in London die TMcnslift. Fast zueben der Zeit wer Scheele in Schweden mit seinen Versuchen über Im ft undFeuer beschäftigt , welche bald darauf in Deutschland ans Ficht traten , Unter diesenVersuchen findet man ebenfalls die Entdeckung der Lebensluft. Betrachtet man denGang der Arbeiten von Priestley und S che e 1 e , so sieht man deutlich, dafs keinervon des andern Versuchen etwas gewiifst hat, und dafs beiden die'Ehre der Entdeckunggebührt. (Cavallo’s Abhandlungen über Luft. Fourcroy’s 'Systeme des conn. T. 1 .)Baye n hatte zivar schon früher wahrgenommen , dafs sich Luft bei der licductionder -Quecksilberkalke entwickelej er trieb aber seine Versuche nicht weiter, und gabsich keine Mühe , die Natur der J.uft.art. zu bestimmen. Noch viel früher erkannteschon Mayow (Jo. Mayow Opera oninia inedico physica. Oxon. 1674 S. Hag. Com:16S0. 8. Tract. I. desale Nitro et Spirita Nitro - aerco ) einen feinsten Thsil der Luft alszum Athmeti tauglich.

2) Dev Meinungen über die Natur dieser Luftavt waren verschiedene. Priestley glaubte,sie enthalte die möglichst kleinste Menge Brennbares; Scheele , sie sei aus Phlogistoaund einer feinen Saure zusammengesetzt; Volta, sie enthalte Walser und Warme, oderFeuevmaterie; W estrumb , sie sei der seines Brennbaren beraubten und m't spccifischcmFeuer versehene Grundstoff des Walsers; Lavoisicr , und nach ihm die sogenanntenAntiphlogistiker, sie bestehe aus einem eigcnthiimlichen mit Wärme verbundenenStoffe, und sei ein nothwendiges Iliilfsmittel zur Bildung der Säuren; einige von den letztem .sie bestehe aus dern eigenthümlichen Stoffe lacht und Wärme; Voigt, sie mache eine .chemische Verbindung des weiblichen Rrennstofies mit dem einfachen Wafserstoffe ; ScheFling , sie sei das negative Princip des Lichts, IV inlerl , sie sei eine wahre Säure, die.er Wafsersäurc nennt.

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