Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

Sausest oi'fgas und W arme.

10 i

Wenn er gleich die einzelnen Beobachtungen des ersten Versuchs nicht fürrichtig hält, so glaubt er doch dafs die äufsersten Beobachtungen zur Verglei-chung dienen, weil die untere Beobachtung in der Luft wiederholt angestelltwurde, und bei den höchsten Graden der eben angegebenen Fehler durch dieErkältung und Zusammenziehung des Wassers noch nicht merklich eingetretensein kann. Er nimmt die Vermehrung der Elasticität von 18,° — 60° = 4,78und corrigirt sie wegen der Ausdehnung des Gas, so erhält er 4,804 Zoll, diesgiebt für 5 “ = 0,576880 v ™9,2288

Mit dem Barometerstände 27,75 dividirt die Ausdehnung für 5° — 0,02077

80° = 0,3323

sehr wenig von dem Resultate des zweiten Versuchs verschieden. Um die Vor-aussetzung von der gleichförmigen Ausdehnung des Sauerstoßgas durch dieWärme ferner zu prüfen, stellte er noch folgenden Versuch an.

Er nahm ein dünnes Apothckcrglas und füllte es bis an die innere Mündungdes Halses (so weit der Stopfen reichte) voll Quecksilber; das darin enthalteneQuecksilber wog 3 Pfund 23 Loth Cöln. M. dies giebt den Inhalt des Glases,das spec. Gewicht des Quecksilbers =. 13.5 gesetzt, 6,8 C. Zoll sehr nahe. Erfüllte hierauf das Glas unter Quecksilber mit Sauerstoffgas, das er auf die schonbeschriebene Weise aus dem rothen Präcipitate erhalten hatte, und verschlofshierauf das Gcfäfs mit einem Korkstopfen, durch welchen eine unter einem stump -fen Winkel gebogene Glasröhre gieng; den Korkstopfen überschmolz er nochaus Vorsicht mit Siegellack. Nun brachte er das Glas bis an den Hals in sieden-des Wasser, indem er zugleich die Röhre öffnete; das Glas blieb ‘ Stunde langim siedenden Wasser, worauf er die Röhre mit Wachs schlofs, und das Glasschnell in eine solche Lage brachte, dafs das verschlossene längere Ende derRöhre bis an die Spitze des Winkels in eine mit Quecksilber gefüllte Schaaleso hineingcbracht werden konnte, dals es dieselbe von einem Ende zum andernin der Diagonallinie durehschnitt. Sobald hierauf das Wachs von der Röhre ent-fernt wurde , trat das Quecksilber aus der Schaale in das Glas, in dem Maafscwie sich die eingeschlossenc Luft nach und nach bis zur Temperatur der äufsernLuft, oder des um die Flasche gegossenen Wassers erkältete. Bei einer Tem-peratur von 17 Q war das Gewicht des eingetretenen Quecksilbers 23 fg Loth. Umdie Wärme genau zu bestimmen, welche die Luft in dem siedenden Wasser an-genommen hatte , brachte er nach dem Versuche statt der gekrümmten Röhreein Thermometer durch den Stopfen in das Gla3, und tauchte das Glas wiedereben so lange, wie vorher, ins siedende Wasser. Das Thermometer stieg biszu 78,° wo es unveränderlich blich. Dividirt man das Gewicht des cingcdmiigc-nen ¥ Quecksilbers durch den Unterschied der Quecksübergewichte vor und nach

~ dem