Band 
Erster Band.
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Sauerstof fgas und W je r m e.

den, unsicher macht. Hierauf erwärmte er das Thermometer bis es um 4 Gradestieg , die etwa 2 Grade Fahrenh. machten , liefs cs dann erkalten, undzählte nach einer genauen Ihr , die halbe Secunden schlug, die Zeit, bises wie vorher die Temperatur der umgebenden Luft angenommen hatte.Er findet hiebei noch Folgendes zu erwähnen. 1) Man mufs die Temperaturdes Thermometers nicht beträchtlich über die Temperatur der umgeben-den Luft erhöhen, weil es sonst zu schwer hält, den Anfang des Fadenszu beobachten, und die Zeit genau zu treffen. Dieser Ursache wegen hat er ausden Erfolgen die gröfsern Zahlen vorzüglich gewählt, weil es Licht ist eine oderdie andere Secunde zu überzählen. 2) In allen Versuchen ist das Thermometerum 4 Grade erhöhet. 3) Die Kugel war so dünn geblasen, dafs sic mit derdarin enthaltenen Luft schnell dieselbe Temperatur annehmen konnLe. 4) HieTemperatur der äufsern Luft war in allen Fällen dieselbe. 5) Die V ersuche sindoft wiederholt, das Thermometer nach jedem Versuche wieder ausgelcert ] dieResultate giebt die folgende Tafel:

Lebensluft.

Durch den ersten Grad fiel das Thermometer in 7 — 8 Secunden.

2ten 25 — 27 —

3ten 60 — 65 —

4ten 110 — 125 —

Göttling drückte Sauerstoffgas mehrere Male aus einer Blase durch einglühendes Pfeiffenrohr, an welches sie befestigt war, in eine am andern Endedamit verbundene hin und her, und setzte diese Operation zwei Stunden unun-terbrochen fort. Nach dieser Zeit fand er das Gas etwas vermindert, in demRückständigen brach ein glimmender .Holzspan nicht mehr in Flamme aus, son-dern glimmte darin nur etwas, und der Phosphor leuchletete darin etwas schwä-cher als in der atmosphärischen Luft. ( Grens Neues Journ. d. Chan. II. B.S. 493. )

Sauerstoffgas und Feue r.

Ein Lichi brennt in der reinen Luft mit heller spratzelndcr Flamme ( Kr ai-s-enstein" Vorles. i'd). Experimental- Physik S. 103.) — Eine Wachskerzebrennt darin heller und reiner als in gemeiner Luft. ( Lavoisier in R o zier s(Beobachtung. über Natur und Kirnst B. II. S. 343. )

Wenn man in ein Gefäfs mit dephlogistisirter Lu fl ein angezündetes Lichtbringt, so wird die Flamme nicht nur größer, sondern auch glänzender. Wenndie Luft sehr rein ist, so brennt das Lieht mit einem knisternden Geräusch, alsob die Luft eine verbrennliche Materie enthalte. Auch die Hitze der Flammeist dabei sehr grofs. Die beste Methode ihre Stärke zu beobachten ist folgende:M an fülle eine Blase mit dephlogistisirter Luft an, und binde eine Glasröhre anden Hals derselben, die äufsere Oeffnung dieser Röhre ziehe man in eine feine