W ASS!» ST0HG.1S UND SAUERST OFF GAS.
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konnte aber, obgleich man im Dunkel operirte, kein Licht wahrnehmen. Un-mittelbar nach diesem Versuche brachte mau ein Gemenge von Sauerstoffgas undWasserstoffgas in die Pumpe, und gab einen Stofs mit dem Stempel: sogleicherschien ein ausnehmend lebhaftes Licht-, es geschah eine sehr starke Verpuf-fung, der gläserne Boden der Pumpe sprang in die Luft, der kupferne Ring, derihn vermittelst einer Schraube fest hielt, wurde zerbrochen-, demjenigen, derdie Pumpe hielt, war die Hand etwas verbrannt und durch die Gewalt der Ex-plosion gequetscht. Der Versuch wurde'wiederholt, und statt des gläsernen Bo-dens-ein aus einem Stück gemachter kupferner aufgeschrobcn. Man brachte einneues Gemenge von den beiden Gasarten hinein: Der erste Stols mit dem Stem-pel bewirkte einen Knall, gleich einem starken Peitschenschiage; aber ein zwei-ter auf frisches Gas brachte es zum Verpuffen, und zerbrach, oder vielmehrzerrifs den Körper der Pumpe mit einer heftigen Explosion. 1)
Wassersto f f g a s , Sauerstoffgas und Wärme.
Bei schwacher Wärme kann sich Lebensluft mit entzündbarer Luft nicht,innig vereinigen. ( Berthollet in Crell’s Annalen 1790 B. II. S. 449.)
Monge sagt ”Es ist durch sehr viele Erfahrungen bestätigt, dafs die Ver-bindung des entzündlichen und .dcphlogistisirten Gas blofs einer Temperatur-Erhöhung bedürfen, um sich zu entzünden . und dafs diese Temperatur von derBeschaffenheit des entzündlichen, der Dosis des dcphlogistisirten, und der Dich-tigkeit beider Gasarten abhängt.( llistoire de ! A endende royale 17S3 p. S8.)
Kirwan führt an , bei einer geringem als der Ilolhglühchitze verbändensich beide Lultarbsn nicht so genau, verlöhren nicht so viel von ihrer speeifi-schcn Hitze, und bildeten nur fixe Luft:. ( Crells Annalen 1787 B. I. S. 48.)Dasselbe behauptet Priestley (bei Grell a. a. O. 1798 I. S. 49.)
Hauch bemerkt ( Voigts Magazin B. X S. 173), bringe man Wasser-sto flgas und Sauerstoflgas bei einer hohen Temperatur in Gemeinschaft, so ver-lasse der Wärmestoff beide Luflarten und es entstehe Wasser.
Als Link ein Gemenge aus reiner und brennbarer Luft in einer Glaskugelsehr lange erhitzt hatte , fand er nicht die geringste Spur weder von Luftsäurebei Prüfung mit Kalkwasser noch von Stickluft, sondern die vereinigten Gas-arten entzündeten sieh noch sehr gut. ( Links Bemerkung r üb. BhlogistonGöttingen 1790. Crell’s Annalen 1790 B, II. S. 476.)
II uniboIdt und Gag-Lussac (_ Neues allg. Journ. d. Chemie B. V. Heft2) behaupten, dafs eine veranstaltete ganz allmähfige Temperaturerhöhung ei-
1) Aus <hcssm Versuche stützt sieh seine Hypothese , dafs der clectrische- Funken bei derEnlztindang des Knallgas nur durch die vermittelst seines schnellen Durchgangs bewirkte-.Zusammendrückung des (Jas wirke..
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