Band 
Erster Band.
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W ASSBESTOFf GAS USD Sau ERST OFFGAS.

nung dieser Verbindung 1) durch den cleclriacltcn Funken 1783 im Grofsenan. 2)

Um eine bestimmte Menge der Gasarten abzuwiegen , setzte er in den hy-dropneuinatischen Apparat, in welchem das Wasser eine beständige bestimmteHöhe hatte, einen Glasbecher von 22 Pinten, der unten offen, oben aber miteinem gut passenden Halme verschlossen war; neben ihm war ein Lineal ange-bracht, auf dem die Eintheilung des Bechers im Raume, deren jeder des ver-änderlichen Gewichts der Wassersäule ohngeachtet gleiche Luftmassen fassenkonnte, verzeichnet werden sollten. Diese Eintheilung verschaffte er sich auffolgende Weise:

ln einen Kolben mit engem Halse brachte er eine Pinte Wasser fpar. Maafs).Diese Pinte hielt.! Pfund 14 Unzen 7 Drachmen 44 Gran filtrirtes liegenwasserbei 12° Rcaum. ; er schnitt nun den Hals des Glases an der Stelle ab, wo dieOberfläche der Pinte Wasser war ; darauf zog er die Lufl in dein Becher sohoch, dafs das Wasser bis an den Halmen kam, welchen er jetzt zudrehctc.I 11 diesem Zustande blieb das Wasser hängen, und es kam keine Luft in denBecher. Nun tauchte ci'jdas Glas mit dem engen Halse umgekehrt, und mit einerPinte gemeiner Luft ungefüllt in das Wasser der Geräthschaft, und brachtediese Luft unten in den Becher hinein. Das Wasser fiel, er bezeichnete aufdem Lineal die Höhe, wo seine Oberfläche ruhig stand, und wiederholte dieArbeit bis endlich der Becher ganz vom Wasser ausgelcert war. So hatte erauf dem Lineal ungleiche Abtheilungen, welche ungleiche Maafse anzeigten-aber diese ungleichen Maafse hatten bei einem beständigen Luftdruck immergleiche Maafsen von Luft. Nach dieser vorläufigen Arbeit füllte er den Becher

von

ab, noch ehe C av endish die seinigen bekannt machte 5 Cavendish wufste aberdavon nichts.

1) Seine dephlogistisirte Luft war aus rnthem Präcipitate. Damit sie nichts von gemeiner Luft ent-halten sollte, brachte er den Onecksilbersalpeter anfangs mit laufendem Quecksilber in dieRetorte, und hielt mit einer schwachen Hitze so lange au, bis keine Salpeterluft mehr zumVorschein kam, die er in der^Luftgeräthschaft auITing; dann aber erhielt er bei vertärktem■ Feuer, und mit der Vorsicht, welche die Vermischung der eisten Thcile von dephlogistisirterLuft mit den letzten von Salpeterluft erforderten, ohne dafs die äussere Luft Gemeinschaft mitdem innern Raume der Retorte hatte, dephlogistisirte Luft, von welcher er doch das erstenicht anwandte, weil er fürchtete, dafs es von der Vereinigung beider Luftarten Salpetersäureenthalten könnte. Die entzündliche Luft erhielt er aus einem hinreichend reinen Eisendrahte,den er in verdünnter Schwefelsäure auflöfste. Die Entbindung geschah in einem so grofsenGefässe, defs alle nöthige Luft auf ein Mal entbunden , und er nicht gezwungen wurde, dasGefäfs öfters zu öffnen, tun von Neuem von den Materialien nachzutragen.

3 ) Damals wufste er v&n den Versuchen des Um, Cavendisli, Warltire, Lavoi-sier und de la Place noch nichts,